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Missbrauchsermittler sieht im Fall Münster "neue Qualität"

Archivmeldung vom 09.06.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.06.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Missbrauch, Gewalt und Vergewaltigung (Symbolbild)
Missbrauch, Gewalt und Vergewaltigung (Symbolbild)

Bild: RS / pixelio.de

Nach Einschätzung des Leiters der nordrhein-westfälischen Stabsstelle gegen Kindesmissbrauch, Ingo Wünsch, markiert der Missbrauchsfall in Münster eine neue Stufe krimineller Energie, verglichen mit den beiden Fällen Lügde und Bergisch Gladbach.

"Was die technischen Fähigkeiten des Haupttäters in Münster betrifft, die Verschlüsselungsaspekte, den Aufbau, die ganze unerträglich perfide Vorgehensweise, Planung und die Professionalität des Ablaufs sowie die Aufnahmen des Missbrauchs, hat eine deutlich neue Qualität", sagte Wünsch der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Und wir sind noch lange nicht am Ende dessen, was vorstellbar ist, davon bin ich leider überzeugt. Im Fall Münster rechne ich daher weiter mit dem Unvorstellbaren", betonte er. Alle drei Fälle seien monströs und zeigten ein Verhalten von Menschen, das "unmenschlich und für den Normaldenkenden unvorstellbar" sei.

Quelle: Rheinische Post (ots)


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