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Roaming: Info-SMS bei Grenzübertritt sind nun Pflicht, aber selten geschaltet

Archivmeldung vom 05.10.2007

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.10.2007 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Im Rahmen der EU-Regulierung der Roaming-Entgelte müssen die Mobilfunkanbieter seit Monatsbeginn ihre Kunden bei Grenzübertritt automatisch und kostenfrei per SMS über die im Ausland anfallenden Gesprächskosten informieren. Weiterhin muss eine für den Urlauber kostenfreie Hotline geschaltet werden, bei der weitere Preise für die Handynutzung im Ausland erfragt werden können.

Soweit die Theorie: Bislang wurde diese Regelung nur in ganz wenigen Einzelfällen umgesetzt, wie ein aktueller Test des Telekommunikationsmagazins teltarif.de zeigt: "Eigentlich müssen die Mobilfunkanbieter seit wenigen Tagen ihre Kunden im Ausland per SMS kostenfrei über die Roamingpreise informieren. Tests von teltarif.de in Polen und Griechenland mit SIM-Karten aus vier EU-Ländern zeigten aber, dass nur etwa jeder fünfte Kunde eine Preisinformation erhält. Der Hinweis auf die Hotline wurde nur in zwei Einzelfällen überhaupt versandt", erklärt Martin Müller vom Onlinemagazin teltarif.de. 

Nach dem Willen der EU-Politiker sollten die Mobilfunkanbieter zudem eine kostenfreie Hotline schalten, bei der jeder Urlauber personalisierte Preisinformationen für SMS, MMS oder Datendienste erfragen kann. Diese wird aber den Urlaubern nur in ganz seltenen Fällen mitgeteilt. Ruft man eine dieser Nummern an, hört man oft nur eine Bandansage mit unterschiedlich detaillierten Informationen. Rühmliche Ausnahme: Vodafone. Nach einer Bandansage wird man auf Wunsch mit einem Call-Center verbunden und bekommt Antworten auch auf speziellere Fragen.

"Leider verfehlt die EU-Verordnung das Ziel deutlich, das Preisbewusstsein beim Verbraucher über die Roamingkosten zu schärfen. Nun sind wiederum die nationalen Regulierer und die EU-Kommission am Zuge, die seinerzeit schriftlich niedergelegten Anforderungen in der Praxis auch wirklich durchzusetzen", kommentiert Müller. Weiter bleibt zu hoffen, dass es in den kommenden Wochen nicht auch in einem anderen Bereich zu unerwünschten Überraschungen kommt und die Rechnungen der Urlauber deutlich höher ausfallen als berechtigt. "Alle Urlauber sollten ihre nächsten Rechnungen genau kontrollieren und Abweichungen unverzüglich bei ihrem Heimatnetzbetreiber reklamieren", empfiehlt Müller von teltarif.de.

Quelle: Pressemitteilung teltarif.de Onlineverlag GmbH

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