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Umfrage: Berliner sehen bei Polizei Tendenzen zu Rassismus

Archivmeldung vom 03.09.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.09.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Werden Polizisten, wie im 3. Reich und der DDR, wieder "nur Befehle" befolgen oder sich diesesmal anders entscheiden? (Symbolbild)
Werden Polizisten, wie im 3. Reich und der DDR, wieder "nur Befehle" befolgen oder sich diesesmal anders entscheiden? (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Nach einer aktuellen Meinungsumfrage sieht eine Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner bei der Berliner Polizei eine Tendenz zu Rassismus. Das ist das zentrale Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die die Tageszeitung "nd.DerTag" beim Umfrageinstitut IFM Berlin in Auftrag gegeben hat.

Von den Befragten glaubt zwar nur eine kleine Minderheit von 6,2 Prozent, dass die Polizei in Berlin ihrer Meinung nach "sehr stark" eine solche Tendenz aufweist, "eher stark" antworteten 10,3 Prozent der Befragten. Fast die Hälfte der Befragten der Umfrage, 45,8 Prozent, antworteten: "Ja, etwas". Dass die Polizei gar keine Tendenz zu Rassismus hat, meint dagegen nur eine Minderheit von
 37,7 Prozent.

Aufschlussreich ist die nähere Betrachtung des Umfrageergebnisses nach Altersgruppen: Demnach steigt die Einschätzung, dass die Polizei rassistische Tendenzen hat, in der jüngeren Generation, in der mehr Migrantinnen und Migranten gezählt werden, leicht an. Immerhin 24 Prozent aus dieser Alterskohorte meinen, dass die Polizei eine "sehr starke" oder "eher starke" Tendenz zu Rassismus hat. In den Altersgruppen 40 bis 64 Jahre sowie bei den über 65-Jährigen sieht das anders aus. Dort sehen nur 15 beziehungsweise 7 Prozent eine "sehr starke" oder "eher starke" Tendenz zu Rassismus bei der Berliner Polizei. Was den Bildungsgrad angeht oder das Einkommen, unterscheidet sich die Einschätzung der Befragten indes nur marginal.

Auffällig ist, dass bei Berlinerinnen und Berlinern mit einem Abschluss vergleichbar der Haupt- oder sogenannten Volksschule überdurchschnittliche 46 Prozent mit "nein, gar nicht" auf die Frage antworteten. Aber auch hier ist eine Mehrheit offenbar der Meinung, dass entsprechende rassistische Tendenzen vorhanden sind.

Zuletzt gingen in Berlin im Juni dieses Jahres über 15.000 Menschen auf die Straße, um gegen rassistische Polizeigewalt zu demonstrieren. Laut Innenbehörden plant Berlin, anders als der Bund, eine tiefergehende Studie zum Thema Polizei und Rassismus anfertigen zu lassen.

Datenbasis: An der Telefon- und Onlineumfrage nahmen insgesamt 1042 Berlinerinnen und Berliner zwischen dem 10. und 17. August teil.

Quelle: nd.DerTag / nd.DieWoche (ots)


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