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Karlsruhe: CSD-Teilnehmer angegriffen und verletzt, Regenbogenfahne verbrannt

Archivmeldung vom 08.06.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.06.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Brennende Regenbogenflagge (Symbolbild)
Brennende Regenbogenflagge (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /SB

Wie am Dienstag bekannt wurde, kam es am Sonnabend im Karlsruher Schlosspark zu einer Auseinandersetzung: Aktivisten mit Regenbogenfahne wurde von einer Gruppe Unbekannter mit "südländischer Erscheinung" umzingelt, beleidigt und geschlagen. Die Flagge wurde ihnen dabei entrissen und verbrannt. Dies berichtet das Magazin "RT DE".

Weiter berichtet RT DE: "Nach der Karlsruher CSD-Parade kam es am Samstagabend laut dem Magazin queer.de zu einem Angriff auf Teilnehmer im Schlosspark. Wie am Dienstag verlautete, wurde eine Person mit Regenbogenfahne von einer Gruppe umzingelt, zunächst verbal beleidigt, dann angegriffen und geschlagen. Danach wurde ihr die Flagge entrissen und vor Ort verbrannt. Bei den Tätern soll es sich nach Augenzeugenberichten um eine "Personengruppe junger Männer und Frauen von südländischer Erscheinung" gehandelt haben.

Nachdem weitere CSD-Teilnehmer zu Hilfe eilten, wurden diese ebenfalls attackiert. Laut Polizeibericht gab es "mehrere Leichtverletzte". Personen seien "an Haaren gezogen und zu Boden gebracht worden, wo weiter auf sie eingeschlagen und getreten worden" sei. Ein 27-Jähriger musste mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden, andere Personen wurden "vor Ort von Rettungsteams begutachtet". Insgesamt sollen sieben Personen verletzt worden sein.  Die Opfer hätten u.a. Knalltraumata, Gehirnerschütterungen und Knochenbrüche erlitten.

Die Kriminalpolizei habe die weiteren Ermittlungen übernommen, heißt es in der Polizeimeldung. Laut einer Augenzeugin habe die Polizei die Angreifer – eine Gruppe von 20 bis 25 Personen – "ohne Kontrolle weiterlaufen" lassen. "Die hinzugerufenen Beamten sollen demnach unangemessen auf die Situation" reagiert haben, schrieb die freie Journalistin Armilla Brandt auf Twitter zu einem Foto der verbrannten Fahne:

"Trotz einer Polizeipräsenz von mindestens 10 Wannen stiegen lediglich 9 Polizist*innen aus und kümmerten sich um die Betroffenen."

Zudem sei es zu queerfeindlichen Beleidigungen durch Einsatzkräfte gekommen. Laut Brandt soll die Äußerung gefallen sein: "Ihr habt noch nicht genug abbekommen."

Am Sonntag fand erneut eine Demonstration der LGBTQ-Community in Karlsruhe wegen der Ereignisse vom Vortag statt, diesmal gegen "Queerfeindlichkeit" und unter dem Motto "Queers bash back".

Quelle: RT DE

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