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Massen-Austritt in Helbra: Sexueller Missbrauch bei Jugendfeuerwehr?

Archivmeldung vom 06.03.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.03.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Missbrauch, Gewalt und Vergewaltigung (Symbolbild)
Missbrauch, Gewalt und Vergewaltigung (Symbolbild)

Bild: RS / pixelio.de

In Helbra (Mansfeld-Südharz) sind nicht nur wegen Meinungsverschiedenheiten gleich 15 Feuerwehrleute aus der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes ausgetreten. Die Hintergründe der beispiellosen Austrittswelle sind brisant: Es geht zum einen um massive Zerwürfnisse zwischen Wehrleitung und Mitgliedern - und zum anderen um Vorwürfe von sexuellem Kindesmissbrauch in der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung.

Nach Informationen der Zeitung richten sich die Missbrauchsvorwürfe gegen einen ehemaligen Jugendwart. Laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle, Klaus Wiechmann, sei auch bereits eine Anklage vor dem Amtsgericht Eisleben erhoben worden. Details zu mutmaßlichem Täter, Opfer und Ablauf nannte Wiechmann der Zeitung gegenüber nicht. Es geht aber nicht nur um Missbrauchsvorwürfe, auch sollen sich Feuerwehrleute der Vertuschung schuldig gemacht haben. So habe die Ortswehrleitung von den Vorwürfen gewusst, diesen aber nicht an die Verbandsgemeinde gemeldet. "Es steht der Verdacht im Raum, dass der Vorfall vertuscht werden sollte", teilte Gemeinde-Wehrleiter Dennis Amey mit. Gegen den Ortswehrleiter und seinen Stellvertreter seien deswegen entsprechende dienstrechtliche Verfahren eingeleitet worden. Der Ortswehrleiter habe mittlerweile die "volle Verantwortung für die Vorkommnisse" übernommen und seinen Rücktritt erklärt. Der Stellvertreter lässt sein Amt vorerst ruhen.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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