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Bundespolizei bestreitet Personalmangel

Archivmeldung vom 07.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Logo Bundespolizei Bild: Marco, on Flickr CC BY-SA 2.0
Logo Bundespolizei Bild: Marco, on Flickr CC BY-SA 2.0

Die Bundespolizei bestreitet Gewerkschaftsangaben, wonach es einen erheblichen Personalmangel in den eigenen Reihen gebe. "Der Auffüllungsgrad der Bundesbereitschaftspolizei beträgt derzeit tatsächlich nahezu 90 Prozent", sagte eine Sprecherin der Bundespolizei am Samstag der dts Nachrichtenagentur.

Mit Zulauf neuer Laufbahnabsolventen werde sich die Situation noch in diesem Jahr und vor allem in 2021 weiter verbessern. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, hatte dem "Spiegel" gesagt, dass der Auffüllungsgrad, also die zur Verfügung stehende Personalstärke, bei der Bundesbereitschaftspolizei derzeit nur "knapp 70 Prozent" betrage, und in einigen Einheiten sogar darunter liege.

Das wies das Bundespolizeipräsidium in Potsdam am Samstag zurück: Die in Rede stehenden Behauptungen könnten nicht bestätigt werden. Im Übrigen sei die Bundespolizei befähigt, "jederzeit lagebedingt auf aktuelle Situationen und Bedarfe zu reagieren, besonders im Grenzraum", so die Sprecherin. Radek bekräftigte am Samstag gegenüber der dts Nachrichtenagentur seine Vorwürfe. Die Diskrepanz von 20 Prozent zwischen den Gewerkschaftsangaben und den Angaben des Bundespolizeipräsidium könne er sich nur dadurch erklären, dass Bereitschaftspolizisten unter anderem auch den Ausbildungsbereich unterstützten. Dann seien zwar formal 90 Prozent der Stellen besetzt, aber nicht tatsächlich im Bereitschaftsdienst verfügbar. "Wenn man noch die Krankmeldungen abzieht, kommen wir auf einen Auffüllungsgrad von 62 Prozent", so Radek.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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