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Erste Krankenkasse in Deutschland erhebt Zusatzbeitrag

Archivmeldung vom 18.08.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.08.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die erste Krankenkasse in Deutschland erhebt rückwirkend ab dem 1. Juli einen Zusatzbeitrag.

Nach Informationen der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe) müssen Mitglieder der Gemeinsamen Betriebskrankenkasse Köln einen Zusatzbeitrag von acht Euro zahlen.

Seit dem 1. Januar gibt es in Deutschland einen einheitlichen Beitragssatz für die gesetzlichen Krankenkassen. Die Kassen erhalten je nach Zahl, Alter und Gesundheitszustand ihrer Versicherten Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds. Kassen, die mit dem Geld nicht auskommen, können einen Zusatzbeitrag erheben.

14 Millionen Euro für Medikamente zweier Patienten

Nach Angaben des GBK-Vorstands Helmut Wasserfuhr ist die Betriebskrankenkasse in den Jahren 2005 und 2006 durch zwei Versichertenfälle in die roten Zahlen geraten. "Wir hatten gleich zwei seltene Fälle von Bluter-Erkrankungen. In einem Fall handelt es sich um einen 26 Jahre alten Versicherten, im zweiten um ein damals sechs Jahre altes Kind." Für die Medikamente zur Verhinderung der Blutgerinnung habe man in den beiden Jahren rund 14 Millionen Euro aufwenden müssen. Im Jahr 2005 habe man allein zehn Millionen Euro für den 26-Jährigen bezahlt, so der GBK-Vorstand. Weltweit gebe es nur ein einziges Mittel, entsprechend teuer sei die Medikation. "Wir sind durch diese beiden Patienten zu einem Sanierungsfall geworden und hätten eigentlich schließen müssen", so Wasserfuhr. Im Rahmen der Ausgleichszahlungen innerhalb des Betriebskrankenkassen-Systems sei der Kölner GBK "zunächst unter die Arme gegriffen worden". Im Juli habe der Sanierungsbeirat dann den Sonderbeitrag beschlossen, "weil wir derzeit nicht in der Lage sind, die Schulden zu begleichen, zumal wird jetzt auch noch 600.000 Euro für die Schweinegrippen-Impfung einstellen müssen." Wie lange der Sonderbeitrag erhoben wird, ist noch unklar. Das hänge von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung ab. Der 26-jährige Patient ist nach Angaben des GBK-Vorstands inzwischen aus der Versicherung ausgeschieden. Der Sonderbeitrag hat zur Folge, dass die 30 000 Mitglieder der GBK ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen können. Bei der GBK Köln sind vor allem Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Tochterunternehmen der Stadt Köln wie der Rhein-Energie und der Kölner Verkehrs-Betriebe versichert.

Quelle: Rheinische Post / Kölner Stadt-Anzeiger

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