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Opfer der Sparpolitik - jedes dritte Denkmal gefährdet

Archivmeldung vom 13.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Das unter Denkmalschutz stehende Baudenkmal Anatomisches Theater der Tierarzneischule in Berlin vor und nach der Restaurierung.
Das unter Denkmalschutz stehende Baudenkmal Anatomisches Theater der Tierarzneischule in Berlin vor und nach der Restaurierung.

Foto: Ahle, Fischer & Co. Bau GmbH - http://www.bau-berlin.info/referenzen/denkmalschutz/
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

"Ob Jugendstilhaus,Treppenturm oder Wasserburg - ein Drittel der Kulturdenkmäler in Deutschland ist gefährdet, wenn sie nicht in den nächsten Jahren saniert werden", sagte der Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Privates Denkmaleigentum (APD), Hubertus v. Dallwitz, in Berlin im Vorfeld des diesjährigen Tages des offenen Denkmals. Deshalb müsse die Politik Farbe bekennen und sich stärker für den Erhalt des kulturellen Erbes einsetzen, statt radikale Sparpläne im Denkmalschutz zu verabschieden. "Unser Kulturerbe darf nicht Opfer der Sparpolitik werden."

Rund 1,3 Millionen Kulturdenkmäler vom Einzeldenkmal bis zu historischen Stadtkernen gibt es in Deutschland. Davon gehören 80% privaten Eigentümern. "Das starke persönliche und finanzielle Engagement privater Denkmaleigentümer ermöglicht erst die historische Vielfalt unserer Kulturlandschaft", so v. Dallwitz. Das zeige das Beispiel der im Privatbesitz befindlichen mittelalterlichen Klosteranlage Corvey, die sogar von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

"Private Denkmaleigentümer werden jedoch von den Landesregierungen oft im Stich gelassen", kritisiert v. Dallwitz. Drastische Kürzungen der Landeszuschüsse verschärften die Situation. Allein in Nordrhein Westfalen mit seinen 100.000 Baudenkmälern wurden die Mittel um mehr als die Hälfte, von 12 Millionen in 2012 auf 5,8 Millionen in 2014, gekürzt. "Wenn sich daran nichts ändert, sehen wir für die Zukunft schwarz", so v. Dallwitz. Denn denkmalgerechtes Restaurieren ist um ein vielfaches teurer als ein Neubau.

Denkmalpflege ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für regionale Handwerksbetriebe. Denn die meisten Aufträge für eine Sanierung werden an Firmen im Umkreis von 50 Kilometern vergeben. Somit sorgt Denkmalpflege nicht nur für den Schutz des kulturellen Erbes, sondern fördert auch die regionale Wirtschaft und alte Handwerkskunst.

Die APD vertritt die Interessen der privaten Denkmaleigentümer gegenüber Regierung und Parlament im Bund und Ländern in Fragen des Denkmalschutzrechtes.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände e.V. (ots)

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