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Sachsen-Anhalt: Haseloff fordert Flut-Finanzhilfen aller Bundesländer

Archivmeldung vom 11.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Luftbild, Hochwasser an der Elbe 2013
Luftbild, Hochwasser an der Elbe 2013

Bild: euroluftbild.de/Grahn / de.wikipedia.org Die Datei wurde unter der Lizenz „Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen Deutschland“ in Version 3.0 (abgekürzt „CC-by-sa 3.0/de“) veröffentlicht.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat finanzielle Hilfen aller Bundesländer für die besonders von der Flut betroffenen Gebiete gefordert. "Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass eine neue Flutwelle auf Sachsen-Anhalt und andere vom Hochwasser betroffene Länder zurollt: Eine Kostenflut, die wir allein nicht bewältigen können", sagte Haseloff der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe).

"Ich erhoffe mir daher ein deutliches Signal von Bund und allen Ländern, uns hier zu unterstützen. Die Bewältigung der Flutfolgen ist eine nationale Aufgabe", sagte der CDU-Politiker. "Die 100 Millionen Euro Soforthilfe des Bundes sind ein erster Schritt, doch die Schäden insgesamt gehen in die Milliarden", betonte Haseloff. Die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer treffen am Donnerstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammen, um über die Beseitigung der Flutschäden zu beraten.

1. FC Nürnberg bestreitet Benefizspiel für Flutopfer

Bundesligist 1. FC Nürnberg will die Betroffenen der Flutkatastrophe mit einem Benefizspiel unterstützen. Im Rahmen der Sommervorbereitung solle die Partie in den kommenden Wochen stattfinden, teilte der Verein mit. "Es macht uns sehr betroffen, wie viele Menschen durch diese Hochwasserkatastrophe unverschuldet in Not geraten sind", erklärte FCN-Sportvorstand Martin Bader. "Wir möchten die Geschädigten durch das Benefizspiel nicht nur finanziell unterstützen, sondern ihnen auch Mut machen, um diese schwierige Situation zu meistern", so Bader weiter. Mögliche Projekte habe der Club bereits eingegrenzt und plant den genauen Termin und Ort zeitnah bekannt geben.

Städtebund-Chef: Vorrang für Hochwasserschutz vor Bürgerprotesten und Naturschutz

Der Chef des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, hat angesichts der Flutkatastrophe ein "Hochwasserschutz-Beschleunigungsgesetz" gefordert. "In einem solchen Gesetz sollte klar werden, dass, auch wenn der Naturschutz betroffen ist oder es Bürgerproteste gibt, im Zweifel der Hochwasserschutz Vorrang hat", sagte Landsberg der "Rheinischen Post". "Wir müssen uns davon verabschieden, dass ein Jahrhunderthochwasser nur alle 100 Jahre einmal auftritt", sagte Landsberg. Bis die Schäden des aktuellen Hochwassers beseitigt seien, werde es mindestens zwei bis drei Jahre dauern, betonte Landsberg. Die Schäden würden sich voraussichtlich auf mindestens zehn Milliarden Euro an belaufen.

Innenminister Friedrich fordert zügiges Umsetzen von Hochwasserschutzmaßnahmen

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) fordert zukünftig ein konsequentes und zügiges Umsetzen von Hochwasserschutzmaßnahmen. "Es darf kein Zögern mehr beim Hochwasserschutz geben. An vielen Stellen ist Geplantes nicht fertig geworden", sagte Friedrich in einem Interview mit der Zeitschrift "Superillu". "Einmal haben juristische Spitzfindigkeiten den Bau der Hochwasserschutzmauer verzögert, ein anderes Mal wurden geplante Rückhaltebecken durch so genannte Umweltschützer verhindert."

Er halte es für bedauerlich, dass erst Katastrophen "den letzten Nörgler" überzeugten. "Wie kann man beispielsweise über die Optik von Schutzmauern derart in Streit geraten, dass in einer Kommune der Weiterbau verhindert und so die nächsten Flutschäden riskiert werden?"

Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) versprochenen 100 Mio. Euro Soforthilfe seien keine endgültige Schadensabrechnung, versicherte Friedrich. "Als Anhaltspunkt gilt sicher die Regelung von vor elf Jahren, dass der Bund und die Länder jeweils die Hälfte zahlen."

Wichtig sei, den Menschen unkompliziert und direkt zu helfen. "Damit sie zu ihrer psychischen Belastung nicht auch noch finanziell in Existenznot geraten." Friedrich zeigte sich beeindruckt von der großen Hilfsbereitschaft der Menschen untereinander, "sowohl innerhalb der Bevölkerung als auch zwischen den eingesetzten Hilfskräften". Das Engagement Tausender zumeist ehrenamtlichen Fluthelfer sei beispielhaft. "Um so einen hohen Ausbildungs- und Leistungsstand zu erreichen, muss man unglaublich viel Zeit investieren. Das ist wirklich bemerkenswert." Die Kooperation zwischen den Hilfsdiensten laufe gut. "Aus der Flut von 2002 haben alle enorm viel dazugelernt."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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