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China weist Bericht über belastete Erdbeeren zurück

Archivmeldung vom 08.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Astrid Friedrich / pixelio.de
Bild: Astrid Friedrich / pixelio.de

China warnt einem Zeitungsbericht zufolge vor voreiliger Kritik an seiner Lebensmittelsicherheit. Es gebe keinerlei Beleg dafür, dass der Brechdurchfall Tausender deutscher Schüler auf unreine Erdbeeren aus China zurückzuführen sei, sagte eine Verantwortliche des Amts für Außenhandelsüberwachung und Quarantäne der Hafenstadt Qingdao (CIQ) gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Dienstagsausgabe).

Über den Hafen sollen früheren Medienberichten zufolge die belasteten Früchte nach Deutschland gelangt sein. "Es ist viel zu früh, um solche Aussagen zu treffen, erst muss das wissenschaftlich untersucht werden", sagte die Stellvertretende CIQ-Direktorin Wang Xixin der F.A.Z. Weder deutsche Stellen noch die Zentralbehörden in Peking hätten dem Amt einen entsprechenden Verdacht mitgeteilt.

Das Bundesverbraucherministerium will die Ergebnisse seiner Lebensmitteluntersuchungen im Laufe der Woche bekanntgeben. Das zuständige Bundesamt hatte nach Patientenbefragungen mitgeteilt, dass "sehr wahrscheinlich" Tiefkühlerdbeeren die Krankheit verursacht hätten. Es nannte aber kein Herkunftsland.

Aufgrund niedriger Preise ist China Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge zu Deutschlands wichtigstem Lieferanten für Tiefkühlerdbeeren hinter Polen geworden. Die F.A.Z. zitierte exklusiv aus einer Liste des Statistischen Bundesamts, nach welcher die Asiaten 2011 etwa 31.200 Tonnen Tiefkühlerdbeeren im Wert von fast 33 Millionen Euro nach Deutschland geliefert hätten. Gegenüber 2009 sei das ein Anstieg um mehr als ein Drittel gewesen. Das Kilogramm kostete umgerechnet etwa 1,10 Euro. Hingegen betrug der Preis für die 32.800 Tonnen aus Polen rund 1,40 Euro je Kilo – trotz der geographischen Nähe des Nachbarlands. Die Einfuhr aus Polen sei deshalb 2011 um 17 Prozent gefallen.

Keine neuen Fälle von Brechdurchfall

Seit dem Wochenende sind keine weiteren Neuerkrankungen in Zusammenhang mit dem lebensmittelbedingten Ausbruch von akutem Brechdurchfall zu verzeichnen. Das teilten das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsichert (BVL) und das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagabend mit. Die epidemiologischen Untersuchungen des Robert Koch-Instituts (RKI) hätten eine Charge Tiefkühlerdbeeren als Ursache identifiziert und es ermöglicht, die Quelle des Ausbruchs gezielt vom Markt zu nehmen. Der Ausbruch könne damit als beendet betrachtet werden. Die wissenschaftliche Untersuchung des Ausbruchsgeschehens wird in den Bundesinstituten jedoch weiter fortgeführt.

Der Gipfel der Erkrankungen lag zwischen dem 25. und 27. September 2012. Aus Sachsen wurden Ende vergangener Woche noch wenige Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder gemeldet, die ebenfalls mit Tiefkühlerdbeeren in Verbindung stehen. Inzwischen wurden vom Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt im Auftrag des sächsischen Verbraucherschutzministeriums erstmals Noroviren in einer Probe aus dieser Charge Tiefkühlerdbeeren nachgewiesen. Insgesamt waren über 11.000 Erkrankungsfälle im Rahmen dieses bisher größten lebensmittelbedingten Ausbruchs von Gastroenteritis in Deutschland aufgetreten und mehrere Hundert Einrichtungen betroffen. Bei einem beträchtlichen Anteil der Patienten wurden Noroviren nachgewiesen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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