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Vera Politkowskaja glaubt nicht an Bestrafung der Mörder ihrer Mutter

Archivmeldung vom 06.10.2007

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.10.2007 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Vera Politkowskaja, die Tochter der vor einem Jahr ermordeten Journalistin Anna Politkowskaja, glaubt nicht, dass Täter oder Hintermänner für den Mord bestraft werden. "Wir leben in Russland und hier ist alles käuflich sagt Vera Politkowskaja der Stuttgarter Zeitung.

Weitere Anschläge auf regimekritische Journalisten schließt sie nicht aus: "Ich glaube, dass in diesem Land alles möglich ist." Vielen ehemaligen Kollegen ihrer Mutter wirft die 27-Jährige Heuchelei vor. "Viele Journalisten waren neidisch auf meine Mutter, viele öffentlich bekundete Wertschätzungen nach ihrem Tod waren keine aufrichtigen Gefühle." Den Stellenwert der Arbeit ihrer Mutter sieht Vera Politkowskaja im Aufgreifen von Problemen der so genannten kleinen Leute. "Der Angestellte einer Behörde fängt erst dann an, sich mit einem Problem zu beschäftigen, wenn er am Morgen seine Zeitung aufschlägt und dadurch von diesem Problem erfährt."

Quelle: Pressemitteilung Stuttgarter Zeitung


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