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Reparaturarbeiten an Gorch Fock erfolgreich abgeschlossen

Archivmeldung vom 31.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Segelschulschiff Gorch Fock Bild: Marine
Segelschulschiff Gorch Fock Bild: Marine

Die umfangreichsten Reparaturarbeiten in der Geschichte der Gorch Fock sind heute erfolgreich abgeschlossen worden. Die Gorch Fock, das 1958 erbaute Segelschulschiff der Deutschen Marine, sticht nach knapp 8-monatiger Instandsetzung wieder in See. Das Schiff wurde heute fristgerecht von der Elsflether Werft an das Marinearsenal Wilhelmshaven übergeben.

Noch vor einer Woche wurde das Kommando des Schiffes offiziell dem neuen Kommandanten, Kapitän zur See Helge Risch, anvertraut, der für die bereits im Oktober beginnende Ausbildung seiner Stammbesatzung in See verantwortlich ist. "Die Sanierungsarbeiten an unserem Segelschulschiff waren alternativlos und wurden umfangreicher als zunächst angenommen, da während der Instandsetzung noch eine Reihe verdeckter Schäden auftraten. Gleichzeitig wurden auch Maßnahmen durchgeführt, um den Schiffsbetrieb und die Ausbildung von Stammbesatzung und Lehrgangsteilnehmern zukünftig noch sicherer zu gestalten. Wir freuen uns darauf, die Gorch Fock bald wieder für die seemännische Basisausbildung zur Verfügung zu haben," so Flottillenadmiral Jürgen Mannhardt, stellvertretender Amtschef des Marineamtes, der für Ausbildung und Ausstattung der Bark zuständigen höheren Kommandobehörde.

Der Vorstand der Elsflether Werft Klaus Wiechmann zu den Reparaturarbeiten: "Die Ergänzungen in Bezug auf die Sicherheit in der Takelage haben einen besonders hohen Stellenwert während dieser Liegezeit gehabt. Dazu kam, dass im Laufe der Untersuchungen am Unterwasserschiff und den damit verbundenen Befundungen größere Beschädigungen und Verschleißerscheinungen am Schiff festgestellt wurden. Durch die im Vorwege nicht feststellbar gewesenen Befunde wurden umfangreichere Reparaturen und Erneuerungen erforderlich. Diese konnten zum Teil erst im weiteren Verlauf der Sanierungsarbeiten tatsächlich festgestellt werden. Auch die damaligen Rostschäden konnten erst bei der Dockung in der Lindenau Werft in Kiel nach Entfernung der Gewichte festgestellt werden. Man darf bei Reparaturarbeiten nicht spekulieren, sondern muss einen Umfang sorgfältig ermitteln und kalkulieren. Es gilt grundsätzlich immer das Gebot, so wenig und so günstig wie möglich zu reparieren, aber die Sicherheit des Schiffes und der Besatzung erforderten die in jedem Fall mit dem Bundesamt für Wehrtechnik abgestimmten und im einzelnen freigegebenen Reparaturmaßnahmen. Um den extrem engen Termin der Übergabe einzuhalten, haben unsere Mitarbeiter Tag und Nacht an dem Schiff gearbeitet. Die Zusammenarbeit mit dem Marinearsenal, der Besatzung, dem Instandsetzungsteam und dem Bundesamt für Wehrtechnik war intensiv, konstruktiv und erfolgreich."

Nach der Seezulassung durch den Germanischen Lloyd, einem Krängungsversuch und einigen abschließenden Prüfungen durch die Marine wird das Segelschulschiff voraussichtlich Mitte bis Ende September wieder in seinen Heimathafen Kiel zurückkehren. Nach Verlegung in südlichere Gewässer ist Anfang 2013 wieder die seemännische Basisausbildung der Offizieranwärter geplant.

Quelle: Elslfether Werft AG (ots)

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