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Vorwürfe an sächsische Sicherheitsbehörden im Fall Albakr

Archivmeldung vom 28.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: berlin-pics  / pixelio.de
Bild: berlin-pics / pixelio.de

Fehleinschätzungen, Kommunikationsprobleme und persönliche Fehler haben zu den Pannen bei der missglückten Festnahme des mutmaßlichen IS-Terroristen Jaber Albakr im Oktober 2016 in Chemnitz geführt. Zu dem Schluss kommt eine Expertenkommission unter Leitung des einstigen Bundesverfassungsrichters Herbert Landau, schreibt der "Spiegel".

So sei das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen weder "strukturell noch personell für einen derartigen Einsatz gerüstet" gewesen, heißt es in dem vertraulichen Abschlussbericht für die sächsische Staatsregierung. Obwohl laut Bundeskriminalamt von Albakr eine "konkrete Gefahr für Leib und Leben von Zivilpersonen" ausging und das Amt die Gefährdungslage so hoch wie niemals zuvor eingestuft hatte, sah der verantwortliche Polizeiführer keine "Gefahr eines Anschlags", sondern stufte den Einsatz lediglich als "Festnahme eines mit Sprengstoff bewaffneten Tatverdächtigen" ein.

Dem Bericht zufolge hätte das LKA "nachdrücklicher um Unterstützung" durch Polizeikräfte aus Bund und Ländern bitten können. "Dies hätte allerdings vorausgesetzt, dass man bei den sächsischen Sicherheitsbehörden die Lage zutreffend beurteilt hätte, was erkennbar nicht der Fall war."

Das LKA Berlin hatte den sächsischen Kollegen am Abend vor dem Einsatz, "zwei mobile Einheiten zur Unterstützung" angeboten. Die Sachsen lehnten ab.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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