Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Vermischtes "Focus": Verliebter Bundeswehr-Pilot gefährdet das Kommando Spezialkräfte

"Focus": Verliebter Bundeswehr-Pilot gefährdet das Kommando Spezialkräfte

Archivmeldung vom 11.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
KSK-Scharfschütz bei einem Training. Bild: de.wikipedia.org
KSK-Scharfschütz bei einem Training. Bild: de.wikipedia.org

Ein verliebter Heeresflieger der Bundeswehr und ein beruflich frustrierter Zivilangestellter der NATO sind nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" die Hauptakteure in zwei Verratsfällen, die derzeit von deutschen Sicherheits- und Anklagebehörden untersucht werden.

Ein Hubschrauber-Pilot aus Laupheim soll demnach einer von ihm umworbenen Fachbuch-Autorin die Festplatte seines Dienstcomputers ausgehändigt haben. Auf ihr befanden sich laut "Focus" streng geheime Daten über Operationen des Kommando Spezialkräfte (KSK) in Afghanistan sowie Satellitenaufnahmen eines befreundeten Nachrichtendienstes. Auch vertrauliche Namenslisten gehörten zu dem Material. Nachdem der Ehemann der Autorin, der ebenso Pilot ist, seinen eigenen Namen in einem Dossier entdeckt hatte, schaltete er den Militärischen Abschirmdienst (MAD) ein, so "Focus".

In dem zweiten Fall geht es um einen am Montag verhafteten deutschen Zivilangestellten des US-Luftwaffenstützpunktes Ramstein bei Kaiserslautern. Der Verratsfall sei weitaus größer als bislang von der Bundesanwaltschaft mitgeteilt. Nach "Focus"-Recherchen überspielte der 60-Jährige aus Verdruss über US-Offiziere jahrelang extrem sensible NATO-Materialien auf seinen Computer. Auf diesem Weg erbeutete der Mann geheime taktische Pläne für mögliche US-Landeoperationen in aller Welt sowie Dutzende Passwörter für geheime Computer-Programme und Kommando-Unternehmen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Anzeige: