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Germanwings-Absturz: Lufthansa zeigt "falsche Angehörige" an

Archivmeldung vom 09.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Nach dem Absturz der Germannwings-Maschine hat die Lufthansa Anzeige gegen eine Frau aus Beverungen (Kreis Höxter) erstattet. Es besteht der Verdacht, dass sich die Frau fälschlicherweise als eine Verwandte der getöteten Lehrerin Stefanie T. aus Brakel (Kreis Höxter) ausgegeben hat, um mit der Lufthansa zum Absturzort zu reisen. Markus Tewes, der Sprecher der Polizei im Kreis Höxter, sagte dem WESTFALEN-BLATT, die Lufthansa habe die Anzeige bei der Bundespolizei erstattet. Diese habe den Vorgang an die Polizei Höxter weitergeleitet, die nun die Beschuldigte befragen und dem Betrugsverdacht nachgehen werde.

Klaus Gorny, Sprecher bei der Lufthansa, sagte: "Wir bedauern sehr, dass die Angehörigen durch diesen Vorfall in ihrer Trauer gestört wurden." Lufthansa habe Angehörigen in den ersten Tagen nach dem Unglück unbürokratisch helfen wollen. Man habe Angaben deshalb zunächst nur auf eine gewisse Plausibilität geprüft. Die Frau aus Beverungen soll zweimal auf Lufthansa-Kosten in die Unglücksregion geflogen sein und auch die Gedenkstätte in Seyne-les-Alpes besucht haben. Eine Rückfrage der Fluggesellschaft bei den Eltern der toten Lehrerin soll den Verdacht aufgebracht haben.

Quelle: Westfalen-Blatt (ots)

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