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Fresenius startet neuen Übernahmeversuch bei Rhön-Klinikum

Archivmeldung vom 23.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
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Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Fresenius will einem Medienbericht zufolge erneut die Mehrheit des Rhön-Klinikums übernehmen und mit seiner Kliniksparte Helios fusionieren. Darüber habe der Fresenius-Aufsichtsrat bereits diskutiert und wolle in den nächsten Tagen darüber entscheiden, berichtet das "Manager Magazin" unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Fresenius wollte dazu keine Stellung nehmen. Informationen zufolge soll die Annahmeschwelle des neuen Angebots bei 50 Prozent plus einer Aktie liegen. Nach wie vor wolle der Dax-Konzern 22,50 Euro für eine Aktie der Rhön-Klinikum AG bezahlen. Bevor Fresenius ein rechtlich verbindliches Angebot abgebe, müsse der Rhön-Vorstand der Offerte zustimmen und der Aufsichtsrat des im M-Dax notierten Rhön-Klinikums sich zurückziehen.

Fresenius hatte bei einem ersten, Ende Juni gescheiterten Übernahmeversuch eine Mehrheit von mehr als 90 Prozent angestrebt. Dieses Ziel wurde verfehlt, weil sich Konkurrenten wie Asklepios-Gründer Bernard Broermann größere Aktienpakete gesichert hatten. Durch die reduzierte Angebotsschwelle von 50 Prozent würde es für diese Aktionäre nun sehr viel schwieriger, den Deal erneut zu blockieren.

Nach Informationen aus Bankenkreisen plant Fresenius, den bisherigen Rhön-Chef Wolfgang Pföhler durch Helios-Lenker Francesco de Meo zu ersetzen. Gleichzeitig sollen, wie es weiter heißt, Rhön-Klinikum und Helios zahlreiche Joint-Venture-Gesellschaften gründen, damit Fresenius Synergieeffekte unter anderem bei Einkauf und Patientenbetreuung realisieren kann. Den bisherigen Gegnern des Deals würde im Fall der Übernahme ein Squeeze Out drohen. In einem ersten Schritt will Fresenius, so heißt es in Finanzkreisen, die Rhön-Aktien aus dem geregelten Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse in den kaum regulierten Freiverkehr umlisten. Dadurch würde die Rhön-Aktie weniger attraktiv.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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