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adidas: Erst Arbeitsrechtsverletzungen ignorieren, dann Wegsehen

Archivmeldung vom 06.05.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.05.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

"Die CSR-Politik von adidas dient nur zu PR-Zwecken", so Maik Pflaum von der Christlichen Initiative Romero (CIR). "Obwohl adidas in seinem Kodex Gewerkschaftsfreiheit und Sozialleistungen zusichert, versucht sich adidas aus der Verantwortung zu stehlen."

Die CCC informierte adidas seit dem Jahr 2000 über die Missstände bei dem salvadorianischen adidas-Zuliefererer Hermosa. Doch die Situation der NäherInnen verbesserte sich nicht. Auch nach der Fabrikschließung nahm adidas seine Verantwortung für die ArbeiterInnen, die Jahre lang für den Konzern genäht hatten, nicht wahr. Eine der renommiertesten juristischen Stiftungen El Salvadors, FESPAD, untersuchte aktuell die Lebensverhältnisse der Ex-Hermosa-ArbeiterInnen vier Jahre nach der Fabrikschließung. In 50 Einzelinterviews kam heraus, dass lediglich fünf Prozent der vormals bei Hermosa Angestellten heute eine Festanstellung haben. Grund: Sie stehen auf sog. 'Schwarzen Listen'. Auch hat sich der Gesundheitszustand ihrer Kinder mit der Fabrikschließung verschlechtert; oftmals mussten Minderjährige den Schulbesuch unterbrechen und arbeiten, um zum Familieneinkommen beizutragen.

"adidas feiert einen Rekordgewinn von 642 Millionen Euro. Und die ArbeiterInnen büßen, dass sie Rechte eingefordert haben, die adidas ihnen auf dem Papier auch einräumt. Dass adidas seiner Verantwortung für die ehemaligen NäherInnen nicht nachkommt, macht alle anderen CSR-Anstrengungen unglaubwürdig", so Pflaum.

Die CCC wird die adidas-Aktionäre bei der Hauptversammlung der adidas AG am 7. Mai in Fürth auffordern, den Vorstand und den Aufsichtsrat so lange nicht zu entlasten, bis der "Hermosa-Skandal" ausgeräumt ist.

Quelle:  Kampagne für Saubere Kleidung, c/o Christliche Initiative Romero

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