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Magazin: Mehrere Auschwitz-Verfahren eingestellt

Archivmeldung vom 25.08.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.08.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Einfahrtsgebäude ins KZ Auschwitz-Birkenau kurz nach der Befreiung 1945
Einfahrtsgebäude ins KZ Auschwitz-Birkenau kurz nach der Befreiung 1945

Foto: Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA
Lizenz: CC-BY-SA-3.0-de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Mehrere Verfahren gegen 30 ehemalige SS-Angehörige, die im Verdacht stehen, in Auschwitz Beihilfe zum Holocaust geleistet zu haben, sind einem Medienbericht zufolge eingestellt worden. Nach Informationen des "Spiegel" sollen die meisten Verdächtigen verhandlungsunfähig sein oder starben in den vergangenen Monaten; ein ehemaliger SS-Mann zählte wohl nie zur Lagermannschaft, ein anderer war schon nach dem Krieg in Polen bestraft worden.

Ernsthaft würden Staatsanwaltschaften nur noch in acht Fällen ermitteln. Experten erwarteten Prozesse allenfalls gegen zwei Verdächtige. Im Februar dieses Jahres hatten Ermittler in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen die Wohnungen ehemaliger SS-Leute durchsucht und drei von ihnen verhaftet. Das Vorgehen erregte weltweit Aufsehen. Die Männer sollen inzwischen wieder frei sein. Bislang haben bundesdeutsche Gerichte dem Magazin zufolge nur 29 von rund 6.500 Angehörigen der SS-Mannschaft von Auschwitz, die den Krieg überlebten, verurteilt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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