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Totenrede auf Rosa Luxemburg erstmals veröffentlicht

Archivmeldung vom 05.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die ZEIT veröffentlicht in ihrer neuesten Ausgabe erstmals die Totenrede, die Paul Levi, Anwalt und Geliebter Rosa Luxemburgs, am 13. Juni 1919 bei ihrer Beerdigung hielt. Die Grabrede lag bis heute ungedruckt im Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Als Levi seine Grabrede auf die Ermordete hielt, war er sicher, dass es Rosa Luxemburg war, die vor seinen Augen beerdigt wurde. Sie war es möglicherweise nicht. In der Berliner Charité wurde jetzt eine unbekannte Tote gefunden, die Rosa Luxemburg sein könnte.

Levi enthielt sich bei der Trauerrede persönlicher Gefühle für seine ehemalige Geliebte, vielmehr betonte er ihre Bedeutung für die Arbeiterbewegung. Zugleich griff er die politisch Verantwortlichen für den Mord an: "Der tote Körper steht auf, und auf steht mit ihm der Fluch, der dreifache Fluch für die, die das getan haben. Der Fluch, nicht für die, die vorgeschoben sind, nicht für die Henker, der dreifache Fluch gilt denen, die den Mord veranlasst haben und heute noch in den Ministersesseln sitzen. Der dreifache Fluch gilt denen, die nach der Schande eines Krieges von fünf Jahren noch eine tausendfach größere Schande verübt haben."

Quelle: DIE ZEIT

 

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