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Sorge um den Euro Top-Thema des Jahres 2012

Archivmeldung vom 29.12.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.12.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Übersicht
Quelle: Abbildung von Uni Hohenheim / Mast (idw)
Übersicht Quelle: Abbildung von Uni Hohenheim / Mast (idw)

Die Euro- und Verschuldungskrise ist auch im fünften Jahr nach ihrem Ausbruch das Thema, das die Deutschen 2012 am meisten beschäftigte. Eine repräsentative Bevölkerungsumfrage des Fachgebiets für Kommunikationswissenschaft und Journalistik der Universität Hohenheim (Stuttgart) und der ING-DiBa AG (Frankfurt) zeigt: Die Menschen richten ihren Blick aber darüber hinaus auch auf außenpolitische, soziale und ökologische Probleme.

Überlebt der Euro? Wie geht es mit Griechenland weiter? Übernimmt sich Deutschland durch seine milliardenschweren Beiträge für die Rettungspakete? Fragen rund um die Euro- und Verschuldungskrise stehen im Jahr 2012 ganz oben auf der Agenda der Deutschen.

37,1 Prozent der repräsentativ befragten Bürger sagen, dass sie die Euro- und Verschuldungskrise und die damit verbundene Sorge um die Stabilität des Geldes und ihr Erspartes persönlich in diesem Jahr am meisten beschäftigt hat (vgl. Abb.). 5,9 Prozent der Befragten machen sich Gedanken über Wirtschaftsthemen wie die Konjunktur, die Wirtschaftslage und die Preisentwicklung.

„Die Euro- und Verschuldungskrise ist in den Wohnzimmern der Deutschen angekommen. Den Bürgern ist bewusst, dass die Krise kein ’isoliertes‛ Problem ist, das nur die Stabilität des Euro bedroht. Sie fühlen, dass es sie und ihre Familien – aber auch die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft – betrifft. Neben der Euro- und Verschuldungskrise, die die Problemwahrnehmung der Deutschen dominiert, weiten die Menschen aber ihren Blick auf ’das große Ganze‛. Sie sind beunruhigt über Entwicklungen der internationalen Politik und Umwelt sowie über soziale Unwuchten“, sagt Claudia Mast, Professorin für Kommunikationswissenschaft der Universität Hohenheim (Stuttgart).

Nach der Euro- und Verschuldungskrise spielen außenpolitische Fragen bei der Themenagenda der Bürger eine zentrale Rolle. Für 7,5 Prozent der Befragten sind internationale Kriege wie der Nahost-Konflikt oder die Auseinandersetzungen in Syrien und im Irak einschneidend, die damit Platz zwei des Themenrankings belegen. Die Unruhen in arabischen Staaten (3,4 %) und die Präsidentschaftswahlen in den USA (3,7 %) sehen rund vier Prozent der Bürger als größtes Medienthema 2012. Das nationale Politikthema rund um den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff war für 3,5 Prozent der Deutschen das wichtigste Thema.

Ergänzt wird die Agenda der Menschen durch Themen rund um Umwelt und Soziales. Fragen der Energieversorgung und Energiewende beschäftigen 7,1 Prozent der Menschen am meisten – damit ist die Energiewende das drittwichtigste Medienthema 2012. Den Zustand der Umwelt, z. B. Umweltkatastrophen und Klimawandel, sowie politische Maßnahmen zum Umweltschutz nennen immerhin 3,4 Prozent der Bürger als wichtigstes Thema.

Die Sozialpolitik bewegt die Menschen ebenfalls. 4,3 Prozent der Befragten nennen Themen wie z. B. die Debatte um das Betreuungsgeld oder den Mindestlohn. Fast drei Prozent (2,9 %) der Bürger sprechen soziale Ungerechtigkeit wie Armut in Deutschland, das Gefälle zwischen Arm und Reich oder Hungersnöte an. Die Themenagenda der Menschen ist also geprägt von der Euro- und Verschuldungskrise – und wird ergänzt von den „großen“ außen-politischen, ökologischen und sozialen Fragen.

Die Bürger wurden repräsentativ – ohne Antwortvorgaben – nach dem Thema in der Medienberichterstattung gefragt, das sie 2012 persönlich am meisten beschäftigt hat. So sprechen sie die Themen an, die sie wirklich bewegen. Die Erhebung des Top-Themas 2012 ist Teil der Langzeitstudie „Wirtschaftskommunikation – Innovationen und Trends“ des Fachgebiets für Kommunikationswissenschaft und Journalistik der Universität Hohenheim (Stuttgart) und der ING-DiBa AG (Frankfurt).

Quelle: Universität Hohenheim (idw)

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