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Zweite Hochwasser-Welle aus Tschechien droht

Archivmeldung vom 08.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: kladu / pixelio.de
Bild: kladu / pixelio.de

In vielen Hochwasser-Regionen hat bereits das Aufräumen begonnen, jetzt droht eine zweite Hochwasserwelle, zumindest an der Elbe. Für Tschechien werden in den nächsten Tagen wieder starke Regenfälle erwartet. Die könnten die Elbe erneut stark anschwellen lassen. Die bisherige Hochwasserwelle hat unterdessen Sachsen passiert und schwappt auf Magdeburg zu. Dort stand der Pegel am Freitagabend schon höher als im Jahr 2002 und höher als jemals zuvor gemessen, der Höhepunkt wird am Sonntag mit 7,41 Metern erwartet.

Auch Niedersachsen bereitet sich auf das Hochwasser vor: Am Mittwoch sollen dort die höchsten Pegelstände erreicht werden. In Hitzacker wird das Hochwasser laut jüngster Prognose einen Stand von 7,70 Metern erreichen, in Neu Darchau könnte der Höchststand 7,65 Metern betragen.

Der Pegelstand der Donau bei Deggendorf ist im Laufe des Tages immer weiter gesunken - am Abend unter 6,80 Meter. Die A92 bei Deggendorf war einspurig befahrbar, aber die Gefahr gilt als noch nicht gebannt.

In Thüringen sind die Aufräumarbeiten unterdessen angelaufen, auch Halle (Saale) hat wohl das Schlimmste überstanden. Für das Wochenende wird dort mit der Aufhebung des Katastrophenalarms gerechnet, der Saale-Pegel ging bereits über einen Meter zurück.

DGB-Chef ruft Arbeitgeber zu Rücksichtnahme auf Hochwasser-Opfer auf

DGB-Chef Michael Sommer hat die Arbeitgeber in Deutschland im Zusammenhang mit der Hochwasser-Katastrophe zu einem großzügigen Umgang mit Fehlzeiten von Betroffenen und Helfern aufgerufen: "Ich appelliere an alle Arbeitgeber, sich in dieser Notsituation bei Urlaubsreglungen oder Dienstbefreiungen kulant zu zeigen", sagte Sommer der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Es sei nicht die Zeit, Anwesenheitslisten zu führen. "Wer um sein Hab und Gut kämpft oder als freiwilliger Helfer in den Hochwassergebieten Sandsäcke befüllt, braucht den Rückhalt und die Solidarität seines Arbeitgebers und ich denke, dass sich die Mehrheit der Arbeitgeber auch entsprechend verhält", sagte Sommer weiter.

Sachsen-Anhalt: Haseloff fordert Solidarität anderer Bundesländer

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) fordert zur Bewältigung der Hochwasserkatastrophe Solidarität der anderen Bundesländer. "Das ist eine nationale Aufgabe, da müssen die 16 Bundesländer und der Bund zusammenhalten", sagte Haseloff der "Mitteldeutschen Zeitung". Nötig sei ein "nationaler Wiederaufbaupakt". Haseloff hält die aktuelle Flut für einzigartig: "Wir hatten noch nie soviel Wasser in diesem Land." Weil die Katastrophe im Landesnorden noch andauert, kann die Landesregierung den Schaden durch das Hochwasser noch nicht beziffern. "Wir müssen aber davon ausgehen, dass der Gesamtschaden mindestens mehrere hundert Millionen Euro betragen wird", sagte Haseloff. Die Kommunen würden bereits an diesem Wochenende Nothilfe für Betroffene leisten, etwa wenn diese Kleidung und Nahrung benötigten. Laut Haseloff war das Land für das Hochwasser besser gerüstet als 2002: "Die Belastung durch das Wasser ist viel größer als 2002 - wir waren diesmal aber besser vorbereitet." Unter anderem seien 500 Millionen Euro in Deichsanierung investiert worden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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