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Meeresbiologin Antje Boetius: "Wer sich in ein U-Boot setzt und abtaucht, kommt verändert zurück"

Archivmeldung vom 16.06.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.06.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
(Symbolbild)
(Symbolbild)

Foto: Dietmar Rabich
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Es ist nur ein kleiner Ausschnitt der Erde, den die Menschheit kennt. 95 Prozent des Lebens auf unserem Planeten seien laut Schätzungen noch unentdeckt, sagt Antje Boetius, Tiefseeforscherin und Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts (AWI), in der neuen Folge des stern-Podcasts "Die Boss". Ein großer Teil des Unbekannten liege in den Tiefen des Meeres.

"Wer sich in ein U-Boot setzt und abtaucht, kommt verändert zurück", sagt Boetius. Diese Faszination treibe sie an. "Ich hatte schon als Kind das Gefühl, dass es mein Weg sein wird, irgendwo hinzukommen, wo noch niemand war." Sie habe auch immer Angst vor Dingen an Land gehabt, aber noch nie vor dem Meer.

Antje Boetius ist eine von wenigen Frauen an der Spitze einer großen Wissenschaftsorganisation in Deutschland, sie leitet als Direktorin des AWI in Bremerhaven eines der wichtigsten Zentren für Polar- und Meeresforschung weltweit und ist Professorin für Geomikrobiologie an der Universität Bremen. Ihre wissenschaftliche Arbeit wurde vielfach prämiert, und sie erhielt für ihre Verdienste im Erklären des Klimawandels 2019 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Im vergangenen Jahr hat Boetius die größte Polarexpedition aller Zeiten mitverantwortet, mit 300 Wissenschaftler:innen aus 20 Ländern. Was Polarforschung unter Corona-Bedingungen bedeutet und warum die Expedition "Mosaik" vor dem Abbruch stand, darüber spricht Boetius im Podcast mit Simone Menne.

Die Gastgeberin will von Boetius auch wissen, was wir über das Verhältnis zwischen Mann und Frau aus der Tiefsee lernen können. "Dass es nicht nur zwei Geschlechter gibt", antwortet Boetius. Es gebe "spektakuläre Lösungen": vielfältige Geschlechter, Geschlechterwechsel, Homosexualität und viele Ausprägungen mehr. "Wenn wir dieses Wissen ernst nehmen (...), dann verstehen wir vielleicht auch uns selbst besser", sagt Boetius.

Quelle: Gruner+Jahr, STERN (ots)

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