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Charité-Spitze kritisiert Berliner Justiz

Archivmeldung vom 07.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Charité – Universitätsmedizin Berlin Logo
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Die Spitze des Berliner Universitätsklinikums Charité kritisiert Berlins Justiz wegen des Ermittlungsablauf im Fall eines tödlichen Unfalls durch einen Polizisten im Januar 2018.

Der Ärztlicher Direktor Ulrich Frei sagte dem "Tagesspiegel": "Uns wundert, dass sich mehr als ein Jahr lang kein Ermittler für die Patientenakte des Polizisten interessiert - und es dann plötzlich heißt, Charité-Mitarbeiter könnten die Akte womöglich zurückgehalten haben. Das Gegenteil ist wahr, wir haben ein Jahr darauf gewartet, dass jemand mit einem richterlichen Beschluss kommt - schließlich war das ein dramatischer Unfall."

Vor einigen Tagen hatte die Justiz die gleich nach dem Unfall angefertigte Patientenakte des fahrenden Polizisten holen lassen, allerdings mit der Begründung, in der Universitätsklinik hätten Mitarbeiter die Ermittlungen gegen den Beamten womöglich durch Zurückhalten der Akte behindert. Bei dem Beamten waren damals 1,1 Promille Blutalkoholwert gemessen worden sein - nicht wie üblich von seinen Kollegen, sondern von Charité-Ärzten. "Uns hat auch verblüfft, dass die Polizei es versäumt hat, bei dem Kollegen noch vor Ort den Blutalkoholwert zu messen. Und zwar rechtlich sauber, also zwei Mal mit einem gewissen Abstand", sagte Charité-Direktor Frei dem "Tagesspiegel" dazu.

Quelle: Der Tagesspiegel (ots)

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