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Stralsund: Einsatz des Munitionsbergungsdienstes

Archivmeldung vom 01.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Sprengkapsel Munitionsbergungsdienst Bild: Polizei
Sprengkapsel Munitionsbergungsdienst Bild: Polizei

In der heutigen Nacht (01.04.20, gegen 02:00 Uhr) wurden Beamte des Polizeihauptreviers Stralsund zu einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Grünthal-Viermorgen gerufen. Anwohner hatten sich zum wiederholten Mal über unzulässigen Lärm aus einer Mietwohnung beschwert. Bereits vor dem Block konnten die Polizisten laute Musik wahrnehmen.

Auf mehrfaches Klingeln und Klopfen öffnete der Wohnungsmieter seine Tür. Da die Beamten nicht das erste Mal wegen der Lärmbelästigung dort waren, wurde der Mann, ein 28-jähriger Deutscher, aufgefordert, seine Musikanlage abzubauen und den Polizisten zu übergeben. Während der Mann dieser Aufforderung nachkam, konnten die Beamten in der Wohnung mehrere Substanzen wahrnehmen, welche augenscheinlich der Herstellung von Sprengstoffen dienen können.

Der 28-Jährige stand unter Alkohol- und Betäubungsmitteleinfluss und wurde in das Revier verbracht. Die Wohnung wurde über Nacht versiegelt. Am heutigen Morgen wurde die Wohnung von mehreren Beamten durchsucht und der Munitionsbergungsdienst kam zum Einsatz. In der Wohnung wurden diverse Selbstlaborate aufgefunden. Darunter befanden sich verschiedene Flüssigkeiten (u.a. Säuren), Pulver, Knallkörper, Zündschnüre und eine Hydraulikpresse.

Die Stoffe wurden durch den Munitionsbergungsdienst in einer Sprengkapsel abtransportiert und werden in einem abgelegenen Gelände kontrolliert gesprengt. Im Einsatz befand sich neben dem MBD, der Schutz- und Kriminalpolizei auch der Gefahrenzug der Berufsfeuerwehr Stralsund.

Gegen den 28-Jährigen wurde eine Anzeige wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Explosionsverbrechens und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz erstattet. In einer ersten Einlassung gab er an, dass er gerne experimentiere. Die Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Anklam dauern an.

Quelle: Polizeipräsidium Neubrandenburg (ots)

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