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Neue Pläne für Tempelhof

Archivmeldung vom 03.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Ob Regierungsviertel, Pariser Platz, Hauptbahnhof oder Potsdamer Platz - hinter Berlin liegen zwei Jahrzehnte des Baubooms. Dennoch klaffen in und um die Innenstadt etwa tausend Baulücken mit gewaltigen 170 Hektar Ausdehnung.

Und mit der angekündigten Schließung des Flughafens Tegel steht bereits die nächste Riesenbrache an: Zusammen mit dem Areal des ehemaligen Airports Tempelhof entsteht eine Freifläche, die zweieinhalbmal so groß ist wie der New Yorker Central Park.

"Es gibt einen nachvollziehbaren Drang, diese Lücken zu füllen, weil man glaubt, es müsse doch eine fertig gebaute Stadt geben", sagt Senatsbaudirektorin Regula Lüscher in der neuen Ausgabe des GEO Specials zum Thema Brlin. Doch werde die hoch verschuldete Hauptstadt auf absehbare Zeit gewaltige Leerstellen aushalten müssen.

Zwei Orte hält Regula Lüscher für die wichtigsten Berliner   Baustellen des nächsten Jahrzehnts: Neben dem alten Güterbahnhofsgelände entlang der Heidestraße, nahe dem Hauptbahnhof, ist dies das Tempelhofer Feld. Dort will der Senat Neues ausprobieren: Anstatt auf Groß-Investoren zu warten, soll das Areal sukzessive von Anwohnern und Firmengründern aus umliegenden Stadtteilen urbar gemacht werden. Sie könnten die Ränder mit Gartensiedlungen, Bauernhöfen, Festivals, Kindergärten oder Zeltplätzen beleben. "Wir wollen das Unternehmertum der Bevölkerung wecken", erklärt Baudirektorin Lüscher, "denn klar ist, dass der Senat das Gelände nicht alleine erschließen kann."

Weitere Entwicklungspläne für die Hauptstadt, etwa für West-City oder Osthafen, werden im neuen GEO Special Berlin vorgestellt. Auf 164 Seiten bietet das Heft Reportagen, Porträts und Empfehlungen für perfekte Tage in der Hauptstadt - auch von Prominenten wie Klaus Wowereit, Judith Holofernes, Kurt Krömer und Marianne Birthler.

Quelle: GEO

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