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Evangelische Kirche will Inklusion in Kirche und Diakonie nachhaltig voranbringen

Archivmeldung vom 05.10.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.10.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
EKD Sitz in Hannover
EKD Sitz in Hannover

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Unter dem Titel "Inklusion gestalten - Aktionspläne entwickeln" hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) gemeinsam mit der Diakonie Deutschland heute einen Orientierungsrahmen zur Förderung des inklusiven Wandels im Raum der Kirche und der Diakonie veröffentlicht. Erarbeitet hat ihn im Auftrag des Rates der EKD eine bundesweite Arbeitsgruppe.

Der Orientierungsrahmen zeigt deutlich, dass Inklusion in kleinen, machbaren Schritten nach und nach erreicht werden kann. Er richtet sich an Verantwortliche der Landeskirchen, Kirchenkreise und Kirchengemeinden sowie an diakonische Einrichtungen und Werke. Ein solcher Aktionsplan ist ein in Kommunen, sozialen Organisationen und Unternehmen erprobtes Instrument, um die Barrieren abzubauen, die Menschen mit Beeinträchtigungen und/oder weiteren Exklusions- und Diskriminierungsrisiken an einer gleichberechtigten Teilhabe hindern.

Der Rat der EKD hatte sich 2014 in der Orientierungshilfe "Es ist normal, verschieden zu sein" dafür ausgesprochen, die selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen kirchlichen Lebens und diakonischer Praxis zu verwirklichen und dazu bereits auf die Möglichkeit von Aktionsplänen hingewiesen. Der vorliegende Orientierungsrahmen konkretisiert diese Zielsetzung in Anlehnung an den Nationalen Aktionsplan Inklusion (NAP 2.0) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Der Orientierungsrahmen von EKD und Diakonie beschreibt exemplarisch, wie Inklusion im kirchlichen und diakonischen Leben verantwortlich gestaltet werden kann. Verdeutlicht wird auch, wie sich geistliches Leben auf ein gleichberechtigtes Miteinander ausrichten kann.

Der Orientierungsrahmen bietet kompakte Informationen zu theologischen Reflexionen und rechtlichen Verpflichtungen im kirchlichen und diakonischen Raum. Ausgehend vom Rahmen der UN-Behindertenrechtskonvention steht in besonderer Weise das Inklusionserfordernis für Menschen mit Behinderungserfahrungen im Mittelpunkt. Zugleich werden auch andere Ausgrenzungs- und Diskriminierungsrisiken einbezogen.

Im Orientierungsrahmen finden sich konkrete Vorschläge zur Erstellung von Aktionsplänen vor Ort; er enthält Vorlagen zur Formulierung von Umsetzungsmaßnahmen in allen Handlungsfeldern sowie Prüf- und Checklisten und Praxisbeispiele.

Die 231 Seiten umfassende Publikation enthält eine Zusammenfassung in Leichter Sprache. Sie liegt als DIN-A4-Text ebenso vor wie als barrierefreie PDF-Datei, in der Vorlagen auch beschreibbar sind.

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Annette Kurschus und der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, schreiben in ihrem Vorwort: "Unsere Heilige Schrift ist ein Buch der Inklusion. Inklusion heißt: Barrieren aufheben. [...] alle Inklusion fängt damit an, die eigenen Denkbarrieren, Phantasiehindernisse und Aktionshemmnisse zu überwinden. [...] Inklusive Kirche in der Nachfolge Jesu ist ein immer neues Lernen und unverzagtes Dranbleiben, Menschen [...] Gemeinschaft zu ermöglichen und so zusammen Kirche, Diakonie und Gesellschaft zu gestalten. Jeder Mensch hat ein Recht auf aktive Teilhabe und Mitgestaltung, auf anregende Begegnungen und Gemeinschaft. Denn jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes, mit all seinen Grenzen und Gaben. Jeder Mensch ist anders, weil es zur Schöpfung gehört, verschieden zu sein. Und so hat auch jede Person etwas einzubringen, sei es in intensive und berührende Begegnungen oder in das gemeinsame Leben und in den Glauben."

Quelle: EKD - Evangelische Kirche in Deutschland (ots)

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