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Kölns Ex-OB Schramma sieht sich nach Archiveinsturz zum Sündenbock gemacht

Archivmeldung vom 01.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
3. März 2009: Das Kölner Stadtarchiv unmittelbar nach dem Einsturz
3. März 2009: Das Kölner Stadtarchiv unmittelbar nach dem Einsturz

Foto: Frank Domahs
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der frühere Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) sieht sich in der Debatte um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs zum Sündenbock gemacht. "Ein Schuldeingeständnis hätte ich gar nicht machen können, ich habe das ja nicht verschuldet", sagte Schramma im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" zum zehnten Jahrestag des Unglücks.

Es habe "so viele Machenschaften, so viel kriminelle Energie und so viele Versäumnisse" gegeben, dass die Wahrscheinlichkeit hoch gewesen sei, dass etwas passiere. "Für mich persönlich war es eine schlimme Zeit, weil ich merkte, dass die Stadt einen Verantwortlichen suchte. Da waren die KVB und die Stadtspitze im Fokus", fügte er hinzu.

Der frühere Chef der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), Walter Reinarz, kritisierte die Verurteilung eines KVB-Mitarbeiters im Prozess um den Einsturz im Zusammenhang mit dem U-Bahn-Bau. "Das mit der Verurteilung des KVB-Mitarbeiters finde ich nicht in Ordnung, weil ich glaube, dass er genauso betrogen wurde mit gefälschten Protokollen und Unterlagen. Er war nicht 24 Stunden auf der Baustelle, und das musste er auch nicht. Er musste Stichprobenkontrollen machen." Ansonsten sei das Verfahren aber "sehr sauber und sachlich gelaufen".

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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