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Österreich: PISA-Ergebnisse verbessern sich

Archivmeldung vom 04.12.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.12.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Flagge von Österreich
Flagge von Österreich

Österreichs Schüler haben in der aktuellen PISA-Studie im Vergleich zur letzten Studie 2009 besser abgeschnitten. Im Bereich Mathematik, welches diesmal im Zentrum des internationalen Vergleichs stand, schnitten die Schüler der Alpenrepublik überdurchschnittlich ab, teilte das "Programm for International Student Assessment" (PISA) mit.

Im diesjährigen Schwerpunkt Mathematik, dass zuletzt 2003 im Fokus stand, habe sich das Ergebnis der Schüler nicht verändert. Auffällig seien aber die großen Leistungsunterschiede zwischen Jungen und Mädchen, welche sich zunehmend verschärften. Lagen männliche Schüler 2003 acht Punkte vor den weiblichen Schülern, betrage dieser Unterschied jetzt 22 Punkte. Dies entspreche einem halben Schuljahr, in keinem anderen OECD-Staat habe sich das Geschlechtergefälle so gravierend verstärkt wie in Österreich, hieß es.

Bildungsforscher: Sinneswandel an Schulen Ursache für bessere Pisa-Ergebnisse

Der Bildungsforscher Manfred Prenzel hält einen Sinneswandel an den Schulen für die Ursache der verbesserten Ergebnisse im Rahmen der aktuellen Pisa-Studie: "Es wird wieder, was lange Zeit verpönt war, auf die Leistungen der Schüler geachtet. Offenbar mit Erfolg", so Prenzel im Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit". "Für mich ist offensichtlich, dass das ganze Bündel von Instrumenten an den Schulen Wirkung gezeigt hat", sagte der Leiter des deutschen Teils der aktuellen Pisa-Studie.

Bundeseinheitliche Bildungsstandards und die von den meisten Ländern eingeführten Schulinspektionen hätten sich trotz mancher Kritik positiv ausgewirkt, glaubt Prenzel. Der Blick von außen helfe, "weil er zum genaueren Hinschauen zwingt. Und viele Schulen nutzen Standards und Evaluationen inzwischen zur Unterrichtsentwicklung", so der Forscher.

Die allgemeine Schulschelte und die Klage über zunehmenden Leistungsdruck durch das Turbo-Abi weist Prenzel zurück: "Vielleicht fühlen sich nicht die Schüler unter Druck, aber ihre Eltern." Der deutsche Leistungszuwachs basiere im Übrigen vorwiegend auf besseren Leistungen der sozial schwächeren Jugendlichen. "Deshalb auch ist die Schule sozial gerechter geworden, wobei da sicher noch viel zu tun ist", sagte Prenzel.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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