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Weniger Drogen in NRW-Gefängnissen sichergestellt

Archivmeldung vom 29.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Crystal Meth: 5 mg Desoxyn-Tabletten [(S)-Methamphetamin]
Crystal Meth: 5 mg Desoxyn-Tabletten [(S)-Methamphetamin]

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

In den 37 nordrhein-westfälischen Haftanstalten wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 insgesamt 1930 Gramm Drogen sichergestellt - zumeist Cannabis, aber auch Heroin, Kokain, anderes Rauschgift und verbotene Medikamente. Das teilte das Justizministerium auf Nachfrage der in Essen erscheinenden Neue Ruhr/Neue Rhein-Zeitung (NRZ) mit.

Im Ministerium geht man davon aus, dass sich die sichergestellte Drogenmenge im Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr leicht verringert haben wird. Im Jahr 2013 waren rund 2500 und im Jahr davor etwas mehr als 2700 Gramm sichergestellt worden. Die Dunkelziffer dürfte aber erheblich sein. Fachleute schätzen, dass fast jeder zweite der NRW-weit rund 15 530 Inhaftierten ein Problem mit Drogen hat. "Wir unternehmen viel, um das Einbringen von Rauschgift zu verhindern oder eingebrachte Drogen aufzufinden", erklärte ein Sprecher von Minister Thomas Kutschaty (SPD) und verwies auf umfangreiche Kontrollen. Besonders bewährt hätten sich Drogenspürhunde. Sechs sind bisher in den NRW-Haftanstalten im Einsatz. Das Ministerium hofft, dass in diesem Jahr zwei weitere Spürhunde den Dienst aufnehmen. Erfolge beim Kampf gegen Drogen hinter Gittern sieht auch Peter Brock, der Landeschef des Bundes der Strafvollzugsbediensteten. Der Gewerkschafter berichtete gegenüber der NRZ aber auch, dass zuletzt mehrere Häftlinge Anfälle hatten nach dem Konsum synthetischer Drogen im Stile Crystal Meths: "Einige sind extrem aggressiv geworden." Andere habe man mit Herz-Kreislauf-Störungen sofort in eine Klinik bringen müssen.

Quelle: Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung (ots)

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