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Stellvertretender Vorsitzender der Bischofskonferenz fordert mehr Beschäftigung mit Diakonat der Frau

Archivmeldung vom 10.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Franz-Josef Bode
Franz-Josef Bode

Lizenz: Bischöfliche Pressestelle Hildesheim
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode spricht sich für eine stärkere Auseinandersetzung mit dem Diakonat der Frau aus. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte er: "Ich glaube, dass sich die Bischofskonferenz noch stärker mit diesem Thema beschäftigen muss." 2016 hatte sich eine Kommission im Vatikan des Themas angenommen. Bode gibt dazu zu bedenken: "Die Frage ist komplexer als man meint." Man könne das Diakonat für Männer nicht einfach auf Frauen übertragen. In der katholischen Kirche werden Diakone geweiht und haben dadurch weitergehende Befugnisse. Die Weihe ist grundsätzlich Männern vorbehalten.

Außerdem erforsche die Kommission aktuell sehr stark, wie das Thema Diakonat der Frau in der Vergangenheit gehandhabt wurde. "Ich bin aber der Meinung, dass man nicht nur von der Tradition ausgehen sollte. Wir müssen auch der Tatsache gerecht werden, dass Frauen heute in hohem Maße verantwortungsvolle Tätigkeiten in der Kirche übernehmen", sagte Bode. Er wünsche sich dazu ein Gespräch mit Expertinnen auf diesem Gebiet und den zuständigen Bischöfen in der Bischofskonferenz - und nach Möglichkeit auch mit der zuständigen Gruppe in Rom. "Letztlich wird über diese Frage ein Konzil oder eine Synode entscheiden müssen", sagte Bode, der auch stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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