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Umweltbundesamt stellt richtig: UBA fordert keine Abschaffung des Gelben Sackes

Archivmeldung vom 22.07.2006

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.07.2006 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die BILD-Zeitung veröffentlicht in ihrer gestrigen Ausgabe (21. Juli 2006) auf Seite eins einen Artikel mit der Überschrift "Gelber Sack soll abgeschafft werden - Müll nur noch in eine Tonne" und auf Seite zwei einen Kommentar mit der Überschrift: "Der Gelbe Sack nur ein Windbeutel". Im Artikel wird unter anderem behauptet, das Umweltbundesamt prüfe derzeit eine neue Ein-Tonnen-Lösung".

Das Umweltbundesamt stellt dazu fest: Die Trennung von Abfällen aus den Haushalten steht nach Meinung des Umweltbundesamtes nicht in Frage. Die seit vielen Jahren laufende Diskussion über moderne Techniken zur Trennung von Abfällen aus Haushalten und die Arbeiten des Umweltbundesamtes dazu werden durch Artikel, Kommentar und Zitat irreführend dargestellt. Artikel, Kommentar und das Zitat verkürzen zudem grob. Die Trennung von Abfällen aus den Haushalten steht nach Meinung des Umweltbundesamtes nicht in Frage.

Bereits seit mehreren Jahren testen verschiedene Abfall-Entsorger Anlagen, die die Abfälle aus Haushalten vollautomatisch nach Wertstoffen wie Kunststoff, Glas, Metall oder Papier trennen. Solche Test-Anlagen stehen unter anderem in Essen und Trier. In den Medien wurde in den vergangenen Jahren bereits mehrfach über diese Anlagen berichtet.

Die Versuche sollen zeigen, ob hochmoderne Maschinen in der Lage sind, den Abfall besser und kostengünstiger zu trennen, als es im privaten Haushalt möglich ist. In diesem Zusammenhang über ein Ende der Mülltrennung zu spekulieren, ist allerdings irreführend. Richtig ist: Die Entsorger wollen Abfälle besser trennen, um mehr kostbare Wertstoffe zurück zu gewinnen. Denn diese Wertstoffe sind - auch in Zeiten knapper werdender natürlicher Ressourcen - ein kostbares Wirtschaftsgut.

Sollten die Versuche das von den Betreibern erhoffte Ergebnis haben, könnte auf längere Sicht die Trennung in den Haushalten möglicherweise überflüssig werden. Ob dies tatsächlich auch in ganz Deutschland passieren wird, hängt auch davon ab, ob die neue Form der Abfalltrennung gegenüber den bisherigen Verfahren auch wirtschaftliche Vorteile hat. Für Spekulationen über die Abschaffung des "Gelben Sack" ist es daher viel zu früh.

Das Umweltbundesamt und andere unabhängige Einrichtungen, wie das Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH und die abfallwirtschaftlichen Institute verschiedener Universitäten, begleiten aus wissenschaftlicher Sicht den Betrieb der Sortiermaschinen. Denn es gilt: Je sauberer und sortenreiner sich die Wertstoffe trennen lassen, desto besser können sie verwertet werden. Das Umweltbundesamt wertet aus, ob die Testversuche an diesen Anlagen tatsächlich besser und sauberer trennen als es in den Haushalten der Fall ist. Eine abschließende Bewertung der Sortierergebnisse wäre nach Auffassung des Umweltbundesamtes nur nach einem langfristigen und die Fläche einer Gebietskörperschaft abdeckenden Großversuch möglich.

Die Trennung des Mülls in Wertstoffe war, ist und bleibt aus Sicht des Umweltbundesamtes sinnvoll. Mit der sehr erfolgreichen Mülltrennung haben die Deutschen keineswegs nur ihr Umweltbewusstsein bewiesen. Sie haben auch geholfen, dass wertvolle Rohstoffe, die in den Abfällen zu finden sind, wieder nutzbar werden. Das entlastet die Umwelt.

Quelle: Pressemitteilung Informationsdienst Wissenschaft e.V.

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