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Übergriffe auf Sanitäter meistens von Patienten

Archivmeldung vom 18.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Sanitäter werden von der Berliner Polizei am 18.11.2020 verhaftet und daran gehindert Verletzten zu helfen.
Sanitäter werden von der Berliner Polizei am 18.11.2020 verhaftet und daran gehindert Verletzten zu helfen.

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Immer wieder gibt es Berichte über verbale und körperliche Angriffe auf Sanitäter, nun kommt heraus, dass diese am häufigsten von den Patienten ausgehen. Das habe eine Untersuchung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ergeben, für die Angaben von 425 Mitarbeitern von DRK-Rettungsdiensten ausgewertet wurden, wie der "Spiegel" berichtet.

In fast vier Fünftel der Fälle waren es demnach die Patienten selbst, die ihre Helfer attackierten. Am allerhäufigsten waren dabei Beschimpfungen und Beleidigungen, 91,1 Prozent der befragten Retter gaben an, entsprechende Erfahren gemacht zu haben. 55,3 Prozent hatten bereits Androhungen von Gewalt erlebt.

Der Anteil der tätlichen Übergriffe betrug 14,4 Prozent. Verbale Gewalt wie Beleidigungen und Beschimpfungen kommen bei fast jedem Fünften (18,4 Prozent) sogar mindestens ein bis zwei Mal pro Woche vor. Darüber hinaus kam es innerhalb der untersuchten zwölf Monate zu folgenden Attacken: Einschüchterung (40 Prozent), Schlagen/Treten (32,7 Prozent), Schubsen (31,5 Prozent), Anspucken (29 Prozent), Beißen/Kratzen (12 Prozent), verbale sexuelle Belästigung (10,6 Prozent), Androhung von Waffengewalt (4,7 Prozent) oder sexuelle Belästigung (3,1 Prozent). "Die Ergebnisse sind erschreckend. Wir müssen leider feststellen, dass Beleidigungen, Beschimpfungen und auch körperliche Übergriffe mittlerweile zum Alltag im Rettungsdienst gehören", sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Sie spricht sich dafür aus, Rettungsdienst-Mitarbeiter noch besser für solche Situationen zu schulen und Straftäter konsequent zu verfolgen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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