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Chef der Pisa-Studie fordert bessere Auswahl der Lehrer in Deutschland

Archivmeldung vom 07.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Die Auswahl der Lehrer in Deutschland muss nach Ansicht des Chefs der Pisa-Studie, Andreas Schleicher, verbessert werden. "Man muss versuchen, die besten Köpfe für die Schulen zu gewinnen. Länder wie Finnland machen das recht erfolgreich vor", sagte der OECD-Bildungs- und Statistikexperte der "Frankfurter Rundschau".

In Deutschland folge der Lehrerberuf oft noch dem Modell des "Industriearbeiters": "Irgendjemand entwirft einen Lehrplan und der Pädagoge sitzt in seiner Klasse und soll das dann umsetzen", so Schleicher. Er stellt die Ergebnisse der internationalen Pisa-Studie am heutigen Dienstag in Washington vor. Fortschritte sieht Schleicher jedoch bei der Qualität der Ausbildung, die praxisorientierter sei als früher. Insgesamt habe sich in Deutschland seit dem Start der ersten Pisa-Runde im Jahr 2000 viel bewegt, so Schleicher. Verbesserungen sieht er bei der frühkindlichen Bildung und der Förderung von Schülern mit Migratonshintergrund. Positiv sei auch die Entwicklung von der Drei- zur Zweigliedrigkeit in manchen Bundesländern: "Die Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen ist ein entscheidender Schritt, um Bildungsbarrieren abzubauen." Das werde sich langfristig auch in den Resultaten des internationalen Pisa-Tests niederschlagen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

 

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