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NDR-Journalist Buchen kritisiert seine Überwachung durch deutsche und US-Geheimdienste

Archivmeldung vom 09.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Didi01 / pixelio.de
Bild: Didi01 / pixelio.de

Der von amerikanischen und deutschen Geheimdiensten ausgespähte NDR-Journalist Stefan Buchen hat seine Überwachung kritisiert und will sich dagegen wehren. "Das ist neu für mich", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Buchens Name taucht in einer Datenbank auf, die vom US-Geheimdienst CIA, dem Bundesamt für Verfassungsschutz und dem Bundesnachrichtendienst in Neuss errichtet worden war und in Daten über islamistische Terrorverdächtige gesammelt wurde, wie der "Spiegel" berichtete.

"Ich mache sowohl den amerikanischen als auch den deutschen Sicherheitsbehörden einen Vorwurf. Ich finde den Vorgang sehr beunruhigend. Denn es ist keineswegs so, dass man sich als Journalist darauf gefasst machen müsste, überwacht zu werden, wenn man in diesen Kreisen recherchiert."

Zwar habe er sich intensiv mit den Themen Islamismus und Terrorgefahr beschäftigt. Buchen äußerte aber zugleich den Verdacht, dass die Bespitzelung auch politisch-inhaltliche Gründe haben könnte. Denn er habe sich ebenfalls sehr kritisch mit Auslandseinsätzen der Amerikaner und der Bundeswehr auseinandergesetzt sowie "mit der Gefahr der Aufbauschung des Islamismus, mit Missständen in den Geheimdiensten und Überreaktionen". Angesichts dessen werfe die Überwachung "noch einmal ganz andere Fragen auf". Buchen kündigte eine Reaktion an. "Der NDR wird sehr rasch Auskunft sowohl vom Bundesamt für Verfassungsschutz als auch von den amerikanischen Stellen verlangen", erklärte er.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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