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Bericht: Sicherheitsbehörden ermittelten gegen potenzielle NSU-Nachfolger

Archivmeldung vom 29.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Karl-Heinz Laube / pixelio.de
Bild: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Deutsche Sicherheitsbehörden haben seit 2013 offenbar gegen eine potenzielle Nachfolgegruppe des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ermittelt. Das geht aus geheimen Unterlagen hervor, über die der "Spiegel" berichtet. Neun Neonazis aus Deutschland und Osteuropa sollen demzufolge nach der Selbstenttarnung des NSU im November 2011 über die Tötung vor allem von Roma diskutiert haben. Die Verdächtigen sollen ihre Aktion, wohl in Anlehnung an den NSU, als "Zweiten Frühling" bezeichnet haben. Auf einer DVD mit einem NSU-Bekennervideo stand das Wort "Frühling".

Verfassungsschützer von Bund und Ländern hätten die Verdächtigen jahrelang in einer gemeinsamen Operation namens "Mazoleti" beobachtet, schreibt der "Spiegel" weiter. Von März 2013 an habe der Generalbundesanwalt gegen die Gruppe ermittelt. Sie habe aus hochrangigen und seit vielen Jahren aktiven Neonazis bestanden.

Einer von ihnen hatte dem Bericht zufolge Kontakt zu einem späteren NSU-Mitglied. Anfang 2016 hätten die Behörden ihre Ermittlungen eingestellt. Sie wollen sich laut "Spiegel" nicht zu dem Vorgang äußern. Der Verfassungsschutz will die Verdächtigen und ihr Milieu jedoch weiter im Blick behalten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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