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Verdeckter Ermittler in Münchens linker Szene enttarnt

Archivmeldung vom 02.02.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.02.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rike / pixelio.de
Bild: Rike / pixelio.de

Erneut ist in der außerparlamentarischen Linken ein mutmaßlicher Polizeispitzel enttarnt worden. Das berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung »neues deutschland« (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Aktivistenkreise. Den Angaben zufolge hatte ein Teilnehmer einer Solidaritätsdemonstration für die Selbstverwaltung im kurdischen Rojava den Mann wiedererkannt. Er habe ihn zuvor auf einer Polizeiwache gesehen - als Beamter in Zivil. Danach beobachteten Linke den Mann über Monate und machten ihren Verdacht jetzt öffentlich.

Der »Recherchegruppe« zufolge sollte der Mann offenbar in die antifaschistische Szene eingeschleust werden. Er habe unter dem Siegel der Vertrautheit Aktivisten erzählt, dass er als Jugendlicher der Naziszene angehört zu haben. Biografische Daten und Fotos will die Gruppe nur veröffentlichen, sollte der Mann wieder aktiv werden.

Es kommt immer wieder vor, dass Behörden versuchen, verdeckte Ermittler in die linke Szene einzuschleusen. In Hamburg und Heidelberg waren zwei Spitzel erst enttarnt worden, nachdem sie sich über Jahre in verschiedenen Gruppen bewegt und auch intime Beziehungen sowie Freundschaften in der Szene unterhalten hatten.

Quelle: neues deutschland (ots)

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