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Bundesamt für Katastrophenhilfe: Deutsche Bevölkerung schlecht auf Krisen vorbereitet

Archivmeldung vom 17.08.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.08.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Internet-Kühlschrank: trägt zu Datenbergen bei. Bild: Kars Alfrink, flickr.com
Internet-Kühlschrank: trägt zu Datenbergen bei. Bild: Kars Alfrink, flickr.com

Deutschlands oberster Bevölkerungsschützer warnt, dass die Bundesrepublik nicht auf die steigenden Gefahren durch Klimawandel, Hackerangriffe oder Terror vorbereitet ist. Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, sagte im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Die Selbstschutz- und Selbsthilfefähigkeiten der deutschen Bevölkerung für den Krisen- oder Katastrophenfall sind unzureichend."

Dabei steige beispielsweise im Zuge des Klimawandels das Risiko von Hitzeperioden oder anderen Unwettern. "Ich sehe Nachholbedarf, was die Infrastruktur angeht. Sind Strommasten robust genug, ist die Trinkwasserversorgung sicher genug für stärker werdende Unwetter?", fragte der Behördenchef. "Fest steht: Es wird insgesamt ungemütlicher."

Bei einer Krise müssten die Menschen Eigenverantwortung übernehmen und sich selbst versorgen können. "Es reicht nicht aus, im Ernstfall mit dem Finger auf den Staat zu zeigen. Die Erwartung ist unrealistisch, dass der Staat im Krisenfall schon alles managen werde", so Unger. Das Bundesamt empfiehlt derzeit noch, Lebensmittelvorräte für zwei Wochen zu Hause vorzuhalten - etwa 28 Liter Wasser pro Person. Unger räumte ein, dass die wenigsten Bürger solche Mengen mangels Stauraum lagerten. Daher werde seine Behörde die Empfehlung auf einen Bedarf für zehn Tage reduzieren. Er bemängelte zudem, dass viele Bürger nicht wüssten, wie Erste-Hilfe funktioniert oder ein Feuer effektiv gelöscht wird. Unger: "Es geht aber auch um Nachbarschaftshilfe." Es müsse klar sein, ob Nachbarn im Notfall Hilfe bräuchten.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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