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Hamburgs Innensenator Ahlhaus räumt falsche Prognose vor Mai-Ausschreitungen ein

Archivmeldung vom 04.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Michael Hirschka / PIXELIO
Bild: Michael Hirschka / PIXELIO

Die Hamburger Sicherheitsbehörden haben nach Aussagen von Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus das Gewaltpotenzial der Randalierer am 1. Mai unterschätzt.

In der Nachrichtensendung "NDR Aktuell" im NDR Fernsehen sagte er eine Überprüfung der Polizeistrategie zu: "Hier gab es eine Prognose, die offensichtlich falsch war, die uns aber jetzt die Möglichkeit gibt, das kritisch aufzuarbeiten. Und genau das werden wir tun." Die Hamburger Polizei habe weniger starke Krawalle erwartet. Anders als in den Vorjahren sei die Gewalt im Schanzenviertel dieses Mal nicht hauptsächlich von Autonomen ausgegangen, sondern von Jugendlichen, die offenbar ohne jeglichen politischen Hintergrund agierten.

Kritik daran, dass Hamburger Polizisten zur Unterstützung der Berliner Polizei in die Hauptstadt geschickt wurden, wies Innensenator Ahlhaus zurück: "Wer jetzt fordert, wir hätten die Kräfte, die wir nach Berlin entsandt haben, lieber in Hamburg gelassen, damit hier mehr Kräfte noch zur Verfügung gestanden hätten, der kündigt die bundesweite Solidarität auf."

Die Hamburger SPD hält dem Innensenator vor, vor dem Hintergrund bisheriger Erfahrungen mit Mai-Krawallen zu wenig vorgesorgt zu haben: "Man hätte sich vor allem nicht vorher hinstellen sollen und sagen sollen: Es ist alles in Ordnung, wir haben das im Griff", sagte Christoph Holstein, Sprecher der SPD Hamburg. "Wenn die Hamburger Polizei in Berlin hilft, ist das gut, wenn gleichzeitig in Hamburg alles in Scherben fällt, ist das nicht in Ordnung", so Holstein. 

Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk

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