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Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) trauert um ihren Gründer und langjährigen Vorstandsvorsitzenden Erhard Schreiber

Archivmeldung vom 24.06.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.06.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Erhard Schreiber, Bild: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) Fotograf: DSW/Volker Uphoff
Erhard Schreiber, Bild: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) Fotograf: DSW/Volker Uphoff

Erhard Schreiber war ein echter Menschenfreund, das spürte jeder, auf den der große schlanke Mann mit seinem offenen Lächeln und einnehmender Herzlichkeit zuging. Erst vor wenigen Wochen konnten dies Mitarbeiter, Weggefährten und Gäste erleben, als die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), seine Stiftung, ihren 30. Geburtstag feierte.

Niemand ahnte, dass es sein Abschied sein würde. Wie die Familie erst jetzt bekanntgab, ist der Gründungsstifter der DSW am 13. Juni im Alter von 82 Jahren in seiner Heimatstadt Hannover gestorben.

Es war ein Zeitungsartikel, der den Ingenieur und Unternehmer einen Stift in die Hand nehmen und eine Kurve zeichnen ließ: Seit seiner Schulzeit, in nur 40 Jahren, hatte sich die Weltbevölkerung verdoppelt. Erhard Schreiber begann zu recherchieren und stellte fest, dass eine der Kernursachen für diese Entwicklung, ein eklatanter Mangel an sexueller Aufklärung und Möglichkeiten der Verhütung, in der Entwicklungsarbeit Anfang der 90 Jahre überhaupt keinen Platz hatten, weder in der deutschen Politik noch in den Hilfsorganisationen. Das war die Initialzündung für die Gründung der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW).

Wegbereiter für einen neuen Ansatz in der Entwicklungsarbeit

Erhard Schreiber war nicht nur erfolgreicher Unternehmer, sondern auch ein großherziger Idealist. Von dem, was er mit der Produktion von Kläranlagen erwirtschaftete, wollte er gerne etwas weitergeben. In Dirk Rossmann, den er für seine Idee begeistern konnte, fand er den geeigneten Partner, um das Fundament für die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung zu legen.

Frauen die Chance der sexuellen Selbstbestimmung zu geben und damit der verantwortungsvollen Familienplanung, war einer der zentralen Ansätze der DSW, die damit zum Wegbereiter für eine am Individuum orientierte Entwicklungsarbeit wurde. Über ein Vierteljahrhundert stand Erhard Schreiber an der Spitze des Vorstands und begleitete den Ausbau nicht nur der Projektarbeit vor Ort in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda, sondern auch der politischen Arbeit, für die mit der Zeit eigene Büros in Berlin und Brüssel eingerichtet wurden.

Für dieses Engagement erhielt Erhard Schreiber gemeinsam mit Dirk Rossmann 1998 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Ehrungen, wie diese, waren aber nicht sein Antrieb. Der kam aus seinem echten Idealismus, der ihn niemals zweifeln ließ, dass auch eine relativ kleine Stiftung wie die DSW Großes bewegen kann, und aus seiner tiefen Menschenliebe. Die erfuhren auch alle Mitarbeiter der Stiftung, wenn Erhard Schreiber auch nach seiner aktiven Tätigkeit noch regelmäßig vorbeischaute, auf keiner Weihnachtsfeier fehlte und jeden Einzelnen mit aufrichtigem Interesse bedachte. Er wird schmerzlich fehlen, doch seine Erinnerung wird Ansporn sein und in der von ihm gegründeten Stiftung weiterleben.

Quelle: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) (ots)


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