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423 Bundespolizisten nachweislich im Dienst mit Corona infiziert

Archivmeldung vom 20.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Polizeigwalt am 18.11.2020 in Berlin gegen unbewaffnete und friedliche Bürger.
Polizeigwalt am 18.11.2020 in Berlin gegen unbewaffnete und friedliche Bürger.

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Allein bei der Bundespolizei haben sich seit Frühjahr vergangenen Jahres 423 Polizisten im Dienst mit Corona infiziert. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine schriftliche Frage der FDP hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vorliegt.

Diese Daten wurden mit dem Stand 10. Januar 2021 erhoben. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) sind von den insgesamt 50.000 Bundespolizisten aktuell etwa 0,9 Prozent infiziert.

Bundespolizisten haben in Zeiten des harten Lockdowns ein hohes Infektionsrisiko, weil sie etwa Maskenverweigerer kontrollieren und bei Einsätzen immer wieder mit Gegnern von Corona-Maßnahmen direkten Körperkontakt haben.

Wie das Ministerium schreibt, wurde keine dieser Erkrankungen als Dienstunfall gewertet. Von dieser Einstufung hängen allerdings Pensionsansprüche der Beamten ab, deshalb fordert die GdP grundsätzlich eine solche Anerkennung. Auch der innenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Konstantin Kuhle, der die Anfrage gestellt hatte, verlangte Rechtssicherheit für im Dienst erkrankte Polizisten: "Wenn ein Beamter an Covid-19 erkrankt, muss er dem Dienstherrn bisher nachweisen, dass er sich im Dienst infiziert hat. Das dürfte nahezu unmöglich sein." Kuhle sagte weiter: "Außerdem sollten Bund und Länder die Testmöglichkeiten für die Polizei ausweiten, damit es nicht zu gegenseitigen Ansteckungen kommt."

Angesichts der verschärften Corona-Auflagen fordert die GdP, Polizisten schneller als bisher geplant zu impfen. "Wir müssen bei Einsätzen vor Ort den Kopf hinhalten und brauchen dafür gesunde Einsatzkräfte", sagte der GdP-Vorsitzende für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der "NOZ". Polizisten stünden genauso wie Pflegekräfte in direktem Kontakt mit vielen Menschen: "Deshalb müssen wir mit dem Pflegepersonal gleichgestellt werden." Laut Priorisierungsliste der Regierung befinden sich Polizisten bei der Einstufung der Berufsgruppen in einer hinteren Kategorie bei der Impf-Reihenfolge (Stufe 3). "Das ist uns unverständlich", sagte Roßkopf.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)


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