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Munich Re warnt vor steigenden Unwetterschäden

Archivmeldung vom 30.08.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.08.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Elisa Al Rashid / pixelio.de
Bild: Elisa Al Rashid / pixelio.de

Nach den enormen Schäden, die der Hurrikan "Harvey" im US-Bundesstaat Texas angerichtet hat, warnt der Rückversicherer Munich Re auch hierzulande vor steigenden Unwetterschäden. Die Unwetter würden heftiger und häufiger, sagte Peter Höppe, Meteorologe und Leiter der Geo-Risikoforschung der Munich Re, der "Zeit".

In den 1980er Jahren hätten Gewitter noch Schäden von jährlich rund 200 Millionen Euro verursacht. Heute seien es 1,5 Milliarden Euro - mehr als das Siebenfache. Die Inflation ist da bereits heraus gerechnet, ebenso die Tatsache, dass Häuser oder Autos, die von Unwettern zerstört werden, heute oft mehr wert sind als früher. Vor allem Hagelstürme, heftige Regengüsse und Starkwinde, die in Gewitterzellen entstehen, gibt es immer öfter.

"In Deutschland haben sich von den zehn teuersten Gewittern der letzten 40 Jahre sieben seit dem Jahr 2013 ereignet", sagte Höppe. Das sei "eine auffällige Häufung". Er macht auch dafür den Klimawandel verantwortlich: Weil sich die Ozeanoberflächen erwärmten, verdunste mehr Wasser. "Wasserdampf ist der Treibstoff für Gewitter, wie auch für Hurrikane."

Dass sich ausgerechnet die Gewitter häufen, ist besonders gefährlich. "In einer Gewitterzelle herrschen chaotische Bedingungen", sagte Höppe. "Man weiß nie, wo sie sich austobt, es kann jeden treffen." Generell sei Deutschland jedoch gut gegen den Klimawandel gewappnet, im 21. Jahrhundert seien "weder Leib und Leben noch unser Wohlstand erheblich gefährdet" - anders als in ärmeren Ländern. Den Menschen dort müssten von den Industrieländern künftig durch Mikropolicen finanziert werden, mit denen sie sich gegen Dürren oder Überschwemmungen versichern könnten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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