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Umweltminister Gabriel: "Neues Benzin nur, wenn es nicht zu vielen Motoren schadet"

Archivmeldung vom 02.04.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.04.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat zugesagt, die umstrittene Anhebung der Obergrenze für Biokraftstoffen im Benzin zu stoppen, wenn mehr als eine Million Autos das neue Gemisch nicht vertragen.

Den Stuttgarter Nachrichten (Mittwoch) sagte Gabriel: "Wir setzen die Verordnung nicht in Kraft, solange wir keinen klaren Zahlen haben. Und wir werden sie nicht in Kraft setzen, wenn die Zahl eine Million Fahrzeugen übersteigt." Die Bundesregierung will den Bioethanolanteil im Benzin 2009 von fünf auf zehn Prozent erhöhen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) gibt in diesen Tagen bekannt, wie viel Fahrzeuge tatsächlich "allergisch" darauf reagieren. Er geht davon aus, dass bisher etwa 375 000 Autos darunter fallen. Der ADAC warnt indes, dass drei Millionen Fahrzeuge betroffen sein könnten.

Umweltminister Gabriel griff ADAC und Mineralölindustrie scharf an. "Der ADAC will seine Mitglieder zu Recht auch schützen. Aber seine Einwände spiegeln die Interessen des Verbandes der deutschen Mineralölindustrie wieder. Die wollen eigentlich keine Biokraftstoffe beimischen."

Gabriel betonte: "Wir müssen uns auf Herstellerdaten verlassen können." Die Autohersteller würden in Kürze für jeden Fahrzeugstyp bekannt geben, ob er die neue Kraftstoffsorte verträgt oder nicht.

Vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen führten jene alten Fahrzeuge, die einen höheren Bioanteil nicht vertragen, so der Minister: "Die Umweltpolitik wird nicht die Verantwortung dafür übernehmen, wenn Millionen Autofahrer an die Super-Plus-Tankstelle müssen. Das werde ich nicht tun. Das ist eine klare Ansage."

Quelle: Stuttgarter Nachrichten

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