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USA: Hälfte würde autonome Taxis nicht nutzen

Freigeschaltet am 20.05.2020 um 11:40 durch Thorsten Schmitt
Selbstfahrer: Diese Autos stoßen in den USA auf Ablehnung.
Selbstfahrer: Diese Autos stoßen in den USA auf Ablehnung.

Bild: waymo.com

Selbstfahrende Autos wie jene der Alphabet-Tochter Waymo http://waymo.com stoßen bei der US-Bevölkerung noch auf große Skepsis. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Interessensgruppe Partners for Automated Vehicle Education (PAVE). Fast die Hälfte der Befragten würde demnach nie in ein selbstfahrendes Taxi steigen und 20 Prozent denken, dass autonome Fahrzeuge nie sicher sein werden. Nur etwas mehr als ein Drittel denkt, dass die Vorteile selbstfahrender Autos die Nachteile überwiegen werden. Doch immerhin: Mehr Erfahrung mit modernen Fahrerassistenzsystemen scheint eine positivere Einstellung gegenüber der Vollautonomie zu fördern.

Noch nicht ausgereift

PAVE ist eine Interessengruppe von Unternehmen, universitären Einrichtungen und Non-Profit-Organisationen, die die Öffentlichkeit besser über autonome Autos aufklären will. Das scheint der Umfrage nach gerade in den USA auch dringend nötig. Denn wenngleich es aus heutiger Sicht nicht wirklich überraschend sein mag, dass fast drei Viertel der selbstfahrenden Fahrzeuge noch nicht reif für den Massenmarkt sind, so geht die Skepsis in den USA viel tiefer. Immerhin glaubt ein Fünftel der Befragten nicht, dass autonome Autos jemals sicher sein werden, berichtet "The Verge". Dabei erwarten Befürworter der Technologie dadurch mehr Verkehrssicherheit.

Gar 48 Prozent wollen der Umfrage zufolge nie ein selbstfahrendes Taxi oder Ride-Sharing-Fahrzeug nutzen. Das scheint allerdings eben damit zusammenzuhängen, dass sich die breite Öffentlichkeit nicht gut über Selbstfahr-Technologien informiert fühlt. Drei von fünf Befragten gaben nämlich laut "CNET" an, dass sie größeres Vertrauen in autonome Fahrzeuge hätten, wenn sie besser verstehen würden, wie die Technologie funktioniert. Immerhin 58 Prozent denken, dass sie mehr Vertrauen fänden, wenn sie denn tatsächlich einmal mit einem autonomen Auto fahren könnten.

Erfahrung schafft Vertrauen

Tatsächlich scheint Erfahrung mit der Technologie oder zumindest Vorstufen davon, wichtig zu sein. Denn der Umfrage zufolge sind Personen, die bereits Erfahrung mit fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen wie Spurhalteassistenten oder Totwinkelerkennung haben und diese für gut befinden, auch vollautonomen Fahrzeugen gegenüber positiver eingestellt sind. PAVE geht daher davon aus, dass das Misstrauen gegenüber autonomen Autos praktisch von selbst zurückgehen wird, wenn mehr davon tatsächlich im Alltag zu sehen sind. Die Frage ist freilich, wie lange es dauern wird, bis selbstfahrende Fahrzeuge wirklich breiter zum Einsatz kommen. Prognosen aus den frühen 2010er-Jahren, dass es 2020 so weit sein wird (siehe: http://pte.com/news/20120416021 ), haben sich nicht ganz erfüllt.

Quelle: www.pressetext.com/Thomas Pichler

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