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Berliner LKA ermittelt wegen Sozialbtrugs in Obdachlosenheimen

Archivmeldung vom 08.10.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.10.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Obdachlosigkeit wird für Einkommensschwache Menschen in Berlin wegen dem geplanten Mietendeckel bald zunehmen? (Symbolbild)
Obdachlosigkeit wird für Einkommensschwache Menschen in Berlin wegen dem geplanten Mietendeckel bald zunehmen? (Symbolbild)

Foto: FlickreviewR
Lizenz: CC-BY-SA-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Das Berliner Landeskriminalamt (LKA) ermittelt jetzt wegen des Verdachts auf Sozialleistungsbetrug in Obdachlosenheimen. Die Behörde reagiert damit auf Recherchen des rbb. Demnach sind offenbar in mindestens zwei Heimen in Kreuzberg und Schöneberg Personen aus EU-Staaten untergebracht worden, an deren Bedürftigkeit es Zweifel gibt.

Den Recherchen zufolge fuhren die Betroffenen mehrfach mit Luxuswagen vor dem Heim vor. Insider und Anwohner sprechen von einem regelrechten "Obdachlosentourismus", der dort seit Jahren zu beobachten sei. Hintergrund sei, dass man eine Meldeadresse braucht, um Sozialleistungen zu erhalten.

Nach Informationen des rbb wird sich Anfang November auch das Berliner Abgeordnetenhaus mit dem Thema beschäftigen. Die CDU will in der nächsten Sitzung des Parlaments einen Antrag dazu einbringen. CDU-Fraktionschef Burkard Dregger sagte dem rbb: "Darin wird der Senat aufgefordert, alles zu tun, um die in Ihrem Beitrag geschilderten Missbrauchsfälle in Obdachlosenunterkünften sofort zu unterbinden."

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (ots)

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