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Straßenbrücken trotz Milliardenprogramm in schlechtem Zustand

Archivmeldung vom 22.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Straßenbrücken trotz Milliardenprogramm in schlechtem Zustand (Symbolbild)
Straßenbrücken trotz Milliardenprogramm in schlechtem Zustand (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Trotz eines umfassenden Sanierungsprogramms und Milliarden aus dem Bundeshaushalt ist der Zustand der Straßenbrücken in Deutschland, für die der Bund zuständig ist, offenbar weiterhin alarmierend. Seit der vor sechs Jahren verabschiedeten "Strategie zur Ertüchtigung der Straßenbrücken im Bestand der Bundesfernstraßen" habe sich der insgesamt bedenkliche Zustand der Bauwerke kaum nennenswert verbessert, berichtet die "Welt" unter Berufung auf einen aktuellen Bericht des Bundesverkehrsministeriums an den Bundestag.

Demnach sind nur 13 Prozent der 39.619 Straßenbrücken beziehungsweise 51.608 Brücken-Teilbauwerken in gutem oder sehr gutem Zustand. Im Jahr 2005 fielen noch 18 Prozent der Bauwerke in diese beste Kategorie. In zwölf Prozent der Fälle werden Tragelast und Belastbarkeit der Bauwerke als nicht ausreichend oder ungenügend bewertet. Der prozentuale Anteil von Brücken in besonders schlechtem Zustand war im Jahr 2016 noch geringer gewesen. Das Verkehrsministerium zieht dennoch eine insgesamt positive Brücken-Bilanz. Zwar sei richtig, dass seit 2005 weniger Brücken mit gut und sehr gut bewertet werden konnten - "wobei aber in den letzten drei Jahren der negative Trend durchbrochen wurde und ein langsamer Anstieg zu besseren Noten zu verzeichnen ist", heißt es in dem Bericht an den Verkehrsausschuss des Bundestags.

Was die Bauwerke in alarmierendem Zustand angehe, gebe es seit 2005 über den gesamten Zeitraum betrachtet einen positiven Trend. Seither sei die Anzahl von Brücken in besonders schlechtem Zustand von 15 Prozent fast stetig rückläufig. Im Rahmen eines Programms zur Sanierung von Brücken mit vorrangigem Bedarf sollen 3,1 Millionen Quadratmeter Brückenflächen saniert werden. Bei Baukosten von durchschnittlich 3.000 Euro pro Quadratmeter laut Ministeriumsangaben - inklusive der Kosten für den Rückbau alter Brücken - ergibt sich insgesamt ein Finanzbedarf von rund 9,3 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030. "In den darauffolgenden Dekaden ist für die Modernisierung des restlichen Netzes ein ähnlicher Betrag einzuplanen", heißt es in dem Bericht. Insgesamt haben die Brücken des Bundes einen Wert (Anlagevermögen) von rund 75 Milliarden Euro.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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