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Welterbe Dresdner Elbtal: Brisanter Brief aus Österreich an Bundeskanzlerin Angela Merkel unterwegs

Archivmeldung vom 06.05.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.05.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der Countdown läuft: Nur noch knapp acht Wochen - dann entscheidet das UNESCO-Welterbe-Komitee über die Aberkennung des Welterbe-Status des Dresdner Elbtales, sollte die deutsche Bundesregierung nicht doch noch in "letzter Minute" die Notbremse ziehen und der Waldschlösschenbrücke einen Baustopp verordnen.

Aus diesem Grund hat heute "Alliance For Nature" einen hochoffiziellen Brief durch einen Rechtsanwalt, der auch in Deutschland zugelassen ist, an Bundeskanzlerin Angela Merkel gesandt. Damit der Brief nicht "abgefangen wird", lässt ihn der Rechtsanwalt "eigenhändig" zustellen. D.h., Frau Merkel muss ihn persönlich übernehmen - oder sie weist ihn zurück, was aber einem politischen Signal gegen das Welterbe gleichkommen würde.

In diesem Brief heißt es u.a.:

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin!

Im Auftrag der "Alliance For Nature" (...) sende ich Ihnen folgenden Appell zum "Welterbe Dresdner Elbtal":

Appell der "Alliance For Nature" an Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel und die deutsche Bundesregierung betreffend das "Welterbe Dresdner Elbtal"

Die Natur-, Kultur- und Landschaftsschutzorganisation "Alliance For Nature" (Allianz für Natur) mit Sitz in Wien, die in Österreich die Semmeringbahn sowie die Wachau in den Kreis der Welterbestätten geführt und in der Schweiz wesentlich dazu beigetragen hat, dass die Berner Alpen zum Weltnaturerbe erklärt wurden, appelliert an Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel und die deutsche Bundesregierung, alle notwendigen Schritte zu setzen, damit der vom UNESCO-Welterbe-Komitee ohnedies schon seit längerer Zeit geforderten Baustopp für die sogenannte "Waldschlösschenbrücke" in Dresden erfolgt sowie entsprechende Rückbau-maßnahmen durchgeführt werden, damit der Welterbe-Status für das Dresdner Elbtal erhalten bleibt. (...)

Die Bundesrepublik Deutschland hat (...) das Dresdner Elbtal als Kulturgut von "außergewöhnlichem universellem Wert" in das "Welterbe der Menschheit" eingebracht und ist somit verpflichtet, das Dresdner Elbtal nicht nur im Interesse Deutschlands, sondern im Interesse der gesamten Völkergemeinschaft zu schützen und zu erhalten. (...)

Denn im Falle eines Brückenbaues würde die Wertigkeit der UNESCO-Welterbe-Konvention (...) in Frage gestellt werden und sich möglicherweise ein internationaler Domino-Effekt mit unabsehbaren Folgen für viele weitere Welterbestätten in Europa als auch auf anderen Kontinenten einstellen.

Deutschland würde die Bemühungen all jener Bevölkerungsteile weltweit konterkarieren, die mit Hilfe der UNESCO-Welterbe-Konvention ihr Natur- und Kulturerbe zu retten und für kommende Generationen zu erhalten bemüht sind. (...) Nicht die Stadt Dresden oder das Land Sachsen sind für den Schutz und die Erhaltung der "Welterbestätte Dresdner Elbtal" zuständig, sondern die Bundesrepublik Deutschland (...).

"Alliance For Nature" appelliert daher an Sie, Frau Bundeskanzlerin, (...) den Baustopp der Waldschlösschenbrücke zu veranlassen, da andernfalls die Aberkennung des Welterbe-Status für das Dresdner Elbtal zu erwarten wäre (...).

Quelle: Alliance For Nature

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