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Rheinischer Präses beklagt Kontaktverlust als Grund für Kirchenaustritt

Archivmeldung vom 14.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Kirche und Staat sind 2020 gleichgeschaltet (Symbolbild)
Kirche und Staat sind 2020 gleichgeschaltet (Symbolbild)

Bild: qpress.de / Eigenes Werk

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, wertet die hohe Zahl von Kirchenaustritten als Folge eines Kontaktverlusts. "Es gehen Menschen, die sich bei uns nicht mehr beheimatet fühlen", sagte der leitende Geistliche der zweitgrößten evangelischen Landeskirche dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Bestimmte Prozesse der De-Institutionalisierung könne die Kirche nicht beeinflussen, so Latzel. "Aber die Menschen werden nicht weniger religiös. Religion nimmt eine andere Gestalt an. Deshalb müssen wir in Kontakt bleiben." Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die katholische Deutsche Bischofskonferenz (DBK) veröffentlichten am Mittwoch gemeinsam ihre Jahresstatistik für 2020. Jedes Jahr verliere die rheinische Kirche durch Austritt Mitglieder in einer Größenordnung von zehn bis 15 Gemeinden. "Das nehme ich ernst", so Latzel. "Jeder Kirchenaustritt ist uns einer zu viel."

Er kündigte ein Programm zur Kirchenreform an, bei dem die "Mitglieder-Orientierung" im Mittelpunkt stehe. "Wir werden die Strukturen unserer Kirche verändern, so dass wir uns den Menschen stärker zuwenden können. Wir müssen Kirche konsequent von den Menschen her denken und nicht von unseren Angeboten." Zur Bedeutung des Missbrauchsskandals als für die Entscheidung zum Kirchenaustritt sagte Latzel, sexueller Missbrauch und der Umgang der Kirche damit hätten "viele Menschen verletzt, enttäuscht und ihr Vertrauen in die Institution Kirche erschüttert". Die Evangelische Kirche im Rheinland setze "alles daran, Missbrauchserfahrungen aufzuarbeiten und weitestmöglich zu verhindern", betonte Latzel. Missbrauch sei aber auch ein großes gesamtgesellschaftliches Thema.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)


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