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Annie Leibovitz rät Künstlern zu geschäftlichem Denken

Archivmeldung vom 02.11.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.11.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Annie Leibovitz Bild: Robert Scoble from Half Moon Bay, USA / wikipedia.org
Annie Leibovitz Bild: Robert Scoble from Half Moon Bay, USA / wikipedia.org

Die mit Millionen verschuldete amerikanische Starfotografin Annie Leibovitz, 62, rät jedem Künstler, das Geschäft genau so ernst zu nehmen wie die Werke. "Ich konnte in letzter Zeit nicht ganz so viel fotografieren, wie ich wollte, weil ich mich um meine Geschäfte kümmern musste. Das war schwierig für mich. Ich kann nur jedem Künstler raten, sich um sein Business zu kümmern (...). Ich bin darin übrigens auch gar nicht so schlecht", sagte Leibovitz dem ZEITmagazin.

Gerade in den letzten Jahren habe ihr der Rat ihrer 2004 verstorbenen Lebensgefährtin, der Schriftstellerin Susan Sontag, sehr gefehlt, sagte Leibovitz weiter. "Ich vermisse sie schrecklich, ich vermisse ihre Meinung. Gerade in den letzten Jahren. Sie hatte eine Art, Dinge zu sagen, die sehr offensichtlich waren, auf die man selbst aber nicht gekommen ist. Das fehlt mir."

Die Fotografin war vor zwei Jahren in die Schlagzeilen geraten, weil sie einen Millionenkredit nicht pünktlich zurückzahlen konnte und ihr unter anderem der Verlust der Urheberrechte an ihrem Bildarchiv drohte, bevor es zu einer Einigung mit den Gläubigern kam. Leibovitz begann ihre Karriere als Fotografin in den siebziger Jahren beim US-Magazin Rolling Stone und wechselte später zur Vanity Fair, für die sie heute noch arbeitet. Sie wurde bekannt für ihre aufwendigen Starporträts u.a. von Sting, Demi Moore und Keith Haring.

Quelle: DIE ZEIT (ots)

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