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Kritik an Vortrag über Eva Braun in Braunschweig

Archivmeldung vom 02.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Felix Klein (2018)
Felix Klein (2018)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat die Technische Universität Braunschweig für einen geplanten Vortrag über Hitlers Geliebte Eva Braun kritisiert. Das berichtet die "Bild am Sonntag".

Unter dem Titel "Weltgeschichte weiblich" wollen Historiker der Uni in einer Vortragsreihe neben Kleopatra, Clara Schumann und den Kaiserinnen der Hohenzollern auch Eva Braun als bedeutende weibliche Biografie präsentieren. Der bereits für den 18. Februar geplante Vortrag fiel zwar wegen Krankheit aus, soll aber nachgeholt werden. Klein sagte "Bild am Sonntag": "Dass die Universität in einer Vortragsreihe über bedeutende Frauen völlig unkommentiert auch Eva Braun in die Liste aufgenommen hat, ist völlig unverständlich und geschichtsvergessen."

Eine jüdische Familie hatte sich bei Klein über die Vortragsreihe beschwert. Eine Sprecherin der Universität sagte "Bild am Sonntag": "Dass sich Menschen durch den in der Tat ungeschickt formulierten Titel der Vortragsveranstaltung verletzt fühlen, tut uns aufrichtig leid." Alle Beteiligten nähmen die kritischen Hinweise sehr ernst. Der Eva-Braun-Vortrag soll aber trotzdem noch stattfinden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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