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Bund der Vertriebenen hat offenbar weniger Mitglieder als er angibt

Archivmeldung vom 05.07.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.07.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Logo des Bund der Vertriebenen (BdV)
Logo des Bund der Vertriebenen (BdV)

Der Bund der Vertriebenen (BdV) hat offenbar weniger Mitglieder als er angibt: Statt der offiziell verkündeten 1,3 Millionen gehören dem Verband in Wirklichkeit weniger als eine Million Menschen an. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt" unter den 16 Landesverbänden und 20 Landsmannschaften, die sich in dem Dachverband zusammengeschlossen haben.

Hinter dem Streit um die Mitglieder verbirgt sich die Furcht der Vertriebenenverbände, dass ihr politischer Einfluss sinken könnte. So widerlegt die Umfrage die Erklärung des Bundes der Vertriebenen, er habe mehr Mitglieder als alle politischen Parteien zusammen.

Laut Statistischem Bundesamt gehörten im April 2012 in Deutschland 1,191413 Millionen Menschen einer Partei an. Nach der Erhebung von "Christ & Welt" zählt der Bund der Vertriebenen rund 992.000 Mitglieder: Zirka 525.000 Menschen in den Landsmannschaften und rund 467.000 Personen in den BdV-Landesverbänden.

Die Angaben des Verbandes fallen wesentlich höher aus. Nach Angaben von BdV-Generalsekretärin Michaela Hriberski gehören 780.000 Personen einer Landsmannschaft und 520.000 Personen einem Landesverband an. Neben dem Streit um Mitgliederzahlen kämpft der BdV vor allem mit sinkenden Mitgliedsbeiträgen. Laut Generalsekretärin Hriberski führen die 16 Landesverbände und 20 Landsmannschaften jährlich 100.000 Euro im Jahr an den Bund der Vertriebenen ab. Dies entspricht einem durchschnittlichen Jahresbeitrag von knapp 2.800 Euro pro Verband. "Mehr als 300.000 zahlende Mitglieder gibt es sicher nicht", sagte ein BdV-Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte. Die Zahl 1,3 Millionen sei "ein Witz".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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